lind planloser Weise ihres Streudüngers beraubt hatte.Man war darin wiederholt so weit gegangen, daß manda und dort nicht mir die jüngst gefallene Nadel- undLaubdecke, sondern den größten Teil des Abfalls vonJahren teils als Streu, teils als Humus entfernt undder Landwirtschaft überliefert hatte. Es gab viele Forsten,die von aller Fruchterde entblößt waren; es gab solche,die infolge Streurechens zu Krüppelbeständen entartetwaren; und das war bei Gemeindewaldungen sowohl wiebei Staatswaldungen zu beobachten.
Wenn man diese Nutzungen vorgenommen hatte, umeinem augenblicklichen Notstand der Landwirtschaft abzu-helfen, so waren sie schlecht nnd recht zu entschuldigengewesen. Aber obgleich es nicht an Stimmen fehlte, dieeinen auf die Verwendung von Waldstceu gegründetenAckerbari für unratsam, ja gefährlich erklärten, so triebmail den Streuhandel auch ohne besonderen Anlaß ausrein fiskalischen Gründen, wie man sagte, aus Gründenalso, die bei Lichte betrachtet nur ein Grund und Zweckwaren, der nämlich, Geld zu machen. Denn das Geldwar's, woran es fehlte. Aber um welches zu schaffen,vergriff man sich unablässig am Kapital, bis der Tagkam, da mail mit Schrecken ersah, daß eine ungeahnteEntwertung dieses Kapitales eingetreten sei.
Man war ein Bauernvolk, und in einem verkehrten,künstlichen und unangemessenen Eifer glaubte man zeit-gemäß seiil lind rücksichtslosen Geschäftsgeist an den Taglegen zu müssen. Ein Merkmal war die Milchwirtschaft... es ist hier ein Wort darüber zu sagen. Klage wardlaut, zumal in den amtsärztlichen Jahresberichten, daß