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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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der Großherzog allein mit dem Staatsministcr vonKnobelsdorff im offenen Landauer zurück, einem derbraun lackierten Hofwagen mit der kleinen goldenen Kroneam Schlage. Die weißen Federn auf dem Hute desLeibjägers vorn flatterten im Sommcrwinde. JohannAlbrccht war ernst und stumm auf dieser Fahrt, zeigtesich bedrückt und grämlich; und obgleich Herr von Kno-belsdorff wußte, daß der Großhcrzog es auch im intimenVerkehr schlecht ertrug, daß man ungefragt und ohneAufforderung das Wort an ihn richte, so unternahm eres endlich doch, das Schweigen zu brechen.

Königliche Hoheit", sagte er bittend,scheinen sichdie kleine Anomalie, die man am Körper des Prinzenausfindig gemacht hat, so sehr zu Herzen zu nehmen ...Dennoch sollte man glauben, daß an diesem Tage die Be-weggründe zur Freude und stolzen Dankbarkeit so sehrüberwiegcn..."

Ach lieber Knobelsdorfs", antwortete Johann Albrcchtgereizt und beinahe weinerlich,Sic werden mir meineVerstimmung nachsehen, Sie werden nicht geradezu ver-langen, daß ich trällere. Ich sehe keinerlei Veranlassungdazu. Die Großherzogin befindet sich wohl nun ge-wiß. Und das Kind ist ein Knabe nochmals gut.Aber da kommt es nun mit einer Atrophie zur Welt, einerHemmungsbildung, veranlaßt durch amniotische Fäden.Niemand hat Schuld daran, cs ist ein Unglück. Aberdie Unglücksfälle, an denen niemand schuld ist, das sinddie eigentlich schrecklichen Unglücksfälle, und der Anblickdes Fürsten soll seinem Volke andere Empfindungen er-wecken, als Mitleid. Der Erbgroßherzog ist zart, man