regelrechte und darum bequeme Mehrzahl nicht im Nach-teil, sondern im Vorteil, wenn man eine Veranlassungmehr, als sie, zu ungewöhnlichen Leistungen hat. Ja.Ja", wiederholte vr. Sammet. Es war die Antwort,die er mit zweimaligem Ja bekräftigte.
„Gut... nicht übel, sehr bemerkenswert wenigstens",sagte der Großhcrzog abwägend. Etwas Vertrantes,aber auch etwas wie eine Ausschreitung schien ihm inI)r. Sammets Worten zu liegen. Er verabschiedete denjungen Mann mit den Worten: „Lieber Doktor, meineZeit ist gemessen. Ich danke Ihnen. Diese Unterredung— von ihrer peinlichen Veranlassung abgesehen — hatmich sehr befriedigt. Ich mache mir das Vergnügen,Ihnen das Albrcchtskrcuz dritter Klasse mit der Kronezu verleihen. Ich werde mich Ihrer erinnern. Ichdanke."
Dies war das Gespräch des Grimmburger Arztes mitdem Großherzog. Ganz kurz darauf verließ JohannAlbrecht die Burg und kehrte mit Extrazug in die Resi-denz zurück, hauptsächlich um sich der festlich bewegtenBevölkerung zu zeigen, dann aber auch, um im Stadt-schloß mehrere Audienzen zu erteilen. Es stand fest, daßer abends auf die Stammburg zurückkehren und für dienächsten Wochen dort Wohnung nehmen würde.
Alle Herren, welche sich zu der Entbindung aufGrimmburg eingefunden hatten und nicht zum Hofstaatder Großherzogin gehörten, wurden ebenfalls von demExtrazuge der unrentablen Lokalbahn ausgenommen undfuhren zum Teil in unmittelbarer Gesellschaft des Mon-archen. Aber den Weg von der Burg zur Station legte