nicht", sagte er behutsam. „Aber auch die verkümmerteHand wird sich doch verhältnismäßig ein wenig entwickeln,o ja, das immerhin ..."
„Wird sie brauchbar sein? Gebrauchsfähig? Bei-spielsweise . . . zum Halten des Zügels oder zu Hand-bewegungen, wie man sie macht. . ."
„Brauchbar . . . ein wenig . . . Vielleicht nicht sehr.Auch ist ja die rechte Hand da, die ganz gesund ist."
„Wird es sehr sichtbar sein?" fragte der Großherzogund forschte sorgenvoll in vr. Sammets Gesicht . . .„Sehr auffällig? Wird es die Gefamterscheinung sehrbeeinträchtigen, meinen Sie?"
„Viele Leute", antwortete vr. Sammet ausweichend„leben und wirken unter schwereren Beeinträchtigungen.Ja."
Der Großherzog wandte sich ab und tat einen Gangdurch das Gemach, vr. Sammet machte ihm ehrerbietigPlatz dazu, indem er sich bis zur Tür zurückzog. Schließ-lich nahm der Großherzog wieder am Schreibtisch Stellungund sagte:
„Ich bin nun unterrichtet, Herr Doktor; ich danke fürIhren Vortrag. Sie verstehen Ihre Sache, das ist keineFrage. Warum leben Sie in Grimmburg? Warumpraktizieren Sie nicht in der Residenz?"
„Ich bin noch jung, Königliche Hoheit, und bevor ichmich in der Hauptstadt einer Spezialpraxis widme, möchteich mich einige Jahre lang recht vielseitig beschäftigen,auf alle Weise üben und umtun. Dazu bietet einLandstädtchen wie Grimmburg die beste Gelegenheit.Ja."