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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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kann mit ziemlicher Gewißheit sagen, daß in unseremFalle ... in diesem Falle das Amnion die Schuldträgt."

Ich muß bitten . . . ,Das Amniorv . .

Das ist eine der Eihäute, Königliche Hoheit. Ja.Und unter gewissen Umständen kann sich die Abhebungdieser Eihaut vom Embryo verzögern und so schwerfälligvor sich gehen, daß sich Fäden und Stränge zwischenbeiden auSziehen . . . amniotische Fäden, wie wir sienennen, ja. Diese Fäden können gefährlich werden, dennsie können ganze Gliedmaßen des Kindes umschlingenund umschnüren, können zum Beispiel einer Hand völligdie Lebenswege unterbinden lind sie allenfalls amputie-ren, ja."

Mein Gott. . . amputieren. Man muß also nochdankbar sein, daß es nicht zu einer Amputation der Handgekommen ist?"

Das hätte geschehen können. Ja. Aber es hat miteiner Abschnürung und infolge davon mit einer Atrophiesein Bewenden gehabt."

Und das war nicht zu erkennen, nicht vorauSzusehcn,nicht zu verhindern?"

Nein, Königliche Hoheit. Durchaus nicht. Es stehtganz fest, daß niemanden irgendwelches Verschulden trifft.Solche Hemmungen tun im Verborgenen ihr Werk.Wir sind ohnmächtig ihnen gegenüber. Ja."

Und die Mißbildung ist unheilbar? Die Hand wirdverkümmert bleiben?"

Ur. Sammet zögerte, er sah den Großherzog gütig an.

Ein völliger Ausgleich wird sich nicht Herstellen, das