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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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zu dem Dorotheas, im Residenzschloß, imSaal derzwölf Monate" zur Seite des großen Spiegels über demKamine hing und von dem zahllose Nachbildungen,Photographien und illustrierte Postkarten, im Publikumverbreitet waren. Der Unterschied war nur der, daßJohann Albrecht auf jenem Bildnis von heldischer Figurerschien, während er in Wirklichkeit kaum mittelgroßwar. Seine Stirn war hoch vor Kahlheit, und unter-ergrauten Brauen blickten seine blauen Augen, matt um-schattet, mit einem müden Hochmut ins Weite. Erhatte die breiten, ein wenig zu hoch sitzenden Wangen-knochen, die ein Merkmal seines Volkes waren. SeinBackenbart und das Bärtchen an der Unterlippe warengrau, der gedrehte Schnurrbart beinahe schon weiß. Vonden geblähten Flügeln seiner gedrungenen, aber vornehmgebogenen Nase liefen zwei ungewöhnlich tief schürfendeFurchen schräg in den Bart hinab. In dem Ausschnittseiner Pikeeweste leuchtete das zitronengelbe Band desHausordens zur Beständigkeit. Im Knopfloch trug derGroßherzog ein Nelkensträußchen.

Generalarzt Eschrich war mit tiefer Verbeugung einge-treten. Er hatte sein Operationsgewand abgelegt. Seingelähmtes Augenlid hing schwerer, als sonst, über denAugapfel hinab. Er machte einen finsteren und unseligenEindruck.

Der Großherzog, die Linke in der Hüfte, warf denKopf zurück, streckte die Rechte aus und bewegte sie, dieHandfläche nach oben, mehrmals kurz und ungeduldig inder Luft hin und her.

Ich erwarte eine Erklärung, eine Rechtfertigung,