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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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dine umhüllten Bettchen lag, und ließ sich in einem raschherzugezogenen Armstuhl zur Seite seines kleinen Sohnesnieder. Aber während er saß und das schlummerndeKind betrachtete, geschah es, daß er wahrnahm, wasman ihm gern noch verhehlt hätte. Er zog die Deckeweiter zurück, verfinsterte sich und tat dann alles, wasvor ihm Herr von Knobelsdorff getan hatte, sah nach-einander die Doktorin Gnadebusch und die Wärterin an,die verstummten, warf einen Blick auf die angelehnte Türzur Kemenate und kehrte erregten Schrittes in die Biblio-thek zurück.

Hier ließ er sofort die silberne, mit einem Adler ge-schmückte Druckglocke ertönen, die auf dem Schreibtischstand, und sagte zu Herrn von Lichterloh, der klirrend ein-trat, sehr kurz und kalt:Ich ersuche Herrn Eschrich."

Wenn der Großherzog auf eine Person seiner Um-gebung zornig war, so pflegte er den Betreffenden für denAugenblick all seiner Titel und Würden zu entkleiden undihm nichts als seinen nackten Namen zu lassen.

Der Flügeladjutant klirrte aufs neue mit seinen Sporenund zog sich zurück. Johann Albrecht schritt ein paar-mal heftig knarrend durch das Gemach und nahm dann,als er hörte, daß Herr von Lichterloh den Befohlenen indas Vorzimmer einführte, am Schreibtisch Audienz-haltung an.

Wie er da stand, den Kopf herrisch ins Halbprosil ge-wandt, die Linke, die den mit Atlas ausgeschlagenen Geh-rock von der weißen Weste hinwegraffte, fest in die Hüftegestemmt, glich er genau seinem Porträt von der Handdes Professors von Lindemann, welches, als Gegenstück

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