„Einverstanden..."
Hier endete das Gespräch der beiden Minister. Esbrach ab, es wurde unterbrochen und zwar dadurch, daßFlügeladjutant von Lichterloh die glücklich vollzogene Ent-bindung meldete. Eine Bewegung entstand im kleinenBankettsaal, und alle Herren fanden sich plötzlich dortzusammen. Die eine der großen, geschnitzten Türen warlebhaft geöffnet worden, und der Adjutant stand imSaale. Er hatte ein gerötetes Gesicht, blaue Soldaten-augen, einen flächsernen, gesträubten Schnurrbart undsilberne Gardetressen an seinem Kragen. Bewegt undein wenig außer sich, wie ein Mann, der von tödlicherLangerweile erlöst und einer freudigen Nachricht voll ist,setzte er sich im Gefühl des außerordentlichen Augenblickskeck über Form und Vorschrift hinweg. Er salutiertelustig, indem er mit gespreiztem Ellenbogen den Griffseines Säbels beinahe zur Brusthöhe hinaufzog und riefmit übermütigem Schnarren: „Melde gehorsamst: EinPrinz!"
„A la bonne heure", sagte Generaladjutant GrafSchmettern.
„Erfreulich, sehr erfreulich, das nenne ich höchst er-freulich!" sagte Oberhofmarschall von Bühl zu Bühl inseiner plappernden Art; er war sofort ins Bewußtseinzurückgekehrt.
Oberkirchenratspräsident v. Wislizenus, ein glatt-gesichtiger Herr von schöner Tournüre, der als Sohneines Generals und dank seiner persönlichen Distinktion inverhältnismäßig jungen Jahren zu seiner hohen Würdegelangt war, und auf dessen seidigem schwarzen Rock sich