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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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Einhalt zu tun, ihm würde es heute noch obliegen, Seinekönigliche Hoheit rückhaltlos zu belehren . .

Herr von Knobelsdorff lächelte mit emporgezogenenBrauen.

Wirklich?" sagte er.Es ist also Euerer ExzellenzAnschauung, daß die Ernennung des Grafen zu diesemEnde erfolgt ist? Und ich, ich male mir das berechtigteErstaunen dieses Edelmannes aus, wenn Sie ihm IhreAuffassung der Dinge darlegten. Nein, nein. . . Ex-zellenz dürfen sich nicht darüber täuschen, daß diese Er-nennung eine ganz gemessene Willensäußerung Seinerköniglichen Hoheit in sich schloß, die der Ernannte alsErster zu achten hatte. Sie bedeutete nicht nur ein Ichweiß nichts, sondern auch ein Ich will nichts wissen.Man kann eine ausschließlich dekorative Persönlichkeitund dennoch befähigt sein, dies zu begreifen . . . Imübrigen . . . aufrichtig... wir alle haben es begriffenUnd für uns alle gilt zuletzt nur ein mildernder Um-stand: dieser, daß in der Welt kein Fürst lebt, zu dem vonseinen Schulden zu sprechen eine fatalere Sache wäre,als zu Seiner königlichen Hoheit. Unser Herr hat inseinem Wesen ein Etwas, das einem solche Mesquinerienauf der Lippe ersterben läßt . . ."

Sehr wahr. Sehr wahr," sagte Herr von Schröder.Er seufzte und streichelte gedankenvoll den Schwanbesatzseines Hutes. Die beiden Herren saßen, einander halb zugc-wandt, an erhöhtem Ort, einem Fensterplatz in geräumigerNische, an welcher draußen ein schmaler Steingang vorbei-lief, eine Art Galerie, die durch spitze Bögen den Blick aufdas Städtchen freigab. Herr von Schröder sagte wieder: