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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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Herr von Knobelsdorfs lachte:Ja, mein Gott, dieRomantik ist ein Luxus, ein kostspieliger! Exzellenz,ich bin Ihrer Meinung selbstverständlich. Aber be-denken Sie, daß zuletzt der ganze Mißstand fürst-licher Wirtschaft in diesem romantischen Luxus seinenGrund hat. Das Übel fängt an damit, daß die Für-sten Bauern sind; ihre Vermögen bestehen aus Grundund Boden, ihre Einkünfte aus landwirtschaftlichenErträgnissen. Heutzutage. . . Sie haben sich bis zumheutigen Tage noch nicht entschließen können, Industrielleund Finanzleute zu werden. Sie lassen sich mit be-dauerlicher Hartnäckigkeit von gewissen obsoleten undideologischen Grundbegriffen leiten wie zum Beispiel denBegriffen der Treue und Würde. Der fürstliche Be-sitz ist durch Treue sideikommissarisch gebunden.Vorteilhafte Veräußerungen sind ausgeschlossen. Hypo-thekarische Verpfändung, Kreditbeschaffung zum Zweckewirtschaftlicher Verbesserungen scheint ihnen unzulässig.Die Administration ist in der freien Ausnutzung geschäft-licher Konjunkturen streng gehindert durch Würde.Verzeihung, nicht wahr! Ich sage Ihnen Fibelwahr-heiten. Wer so sehr, wie diese Menschenart auf guteHaltung sieht, kann und will mit der Freizügigkeit undungehemmten Initiative minder eigensinniger und ideellverpflichteter Geschäftsleute natürlich nicht Schritt halten.Nun denn, was will gegenüber diesem negativen Luxusdie positive Million bedeuten, die man einer hübschenGrille wegen, um Eurer Exzellenz Ausdruck zu wieder-holen, geopfert hat? Wenn es mit dieser einen sein Be-wenden hätte! Aber da haben wir die regelmäßige Kosten-