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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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berges und leitete auf gemächlichen Wegen hinab in daswaldige und sanft gewellte Gelände, das voller Gelegen-heit zu Wagenfahrten und stillem Lustwandeln war.

Das Innere der Burg angehend, so war es zuletztnoch zu Beginn der Regierung Johann Albrechts III.einer umfassenden Auffrischung und Verschönerung unter-zogen worden mit einem Kostenaufwand, der vielGerede hervorgerufen hatte. Die Einrichtung der Wohn-gemächer war in einem zugleich ritterlichen und behag-lichen Stil ergänzt und erneuert, die Wappenfliesen desGerichtsfaales" waren genau nach dem Muster der altenwiederhergestellt worden. Die Vergoldung der ver-schmitzten, in vielfachen Spielarten wechselnden Kreuz-bogengewölbe zeigte sich glänzend aufgemuntert, alle Ge-mächer waren mit Parkett ausgestattet, und der großesowohl wie der kleine Bankettfaal war durch die Künstler-hand des Professors von Lindemann, eines hervorragen-den Akademikers, mit großen Wandmalereien geschmücktworden, Darstellungen aus der Geschichte des landesherr-lichen Hauses, angefertigt in einer leuchtenden und glattenManier, die fernab und ohne Ahnung von den unruhigenBedürfnissen jüngerer Schulen war. Es fehlte an nichts.Da die alten Kamine und seltsam bunten, in rundenTerrassen sich deckenhoch aufbauenden Ofen der Burgnicht wohl verwendbar waren, so hatte man, im Hinblickauf die Möglichkeit eines winterlichen Aufenthaltes, sogarAnthrazitöfen gesetzt.

Aber am Tage der zweiundsiebzig Schüsse war besteJahreszeit, Spätfrühling, Frühsommer, Juni-Anfang,ein Tag nach Pfingsten. Johann Albrecht, in aller Frühe

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