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3 (1937) Die beiden ersten Bücher der Libri VIII miraculorum. Leben, Leiden und Wunder des heiligen Engelbert, Erzbischofs von Köln. Die Schriften über die heilige Elisabeth von Thüringen
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Schriftenverzeichnis, sondern auch der andere Verweis auf die Vitaam Anfang der Predigt: 'satis liber vite eius ostendit'.

Literarische Bedeutung: Die Schriften des Caesariusüber die hl. Elisabeth stellen in mehrfacher Hinsicht einen Marksteinin der Entwicklung der Elisabethlegende dar. Hier schrieb ein Zeit-genosse der Heiligen, dem die Oertlichkeit und die Werke ihres Tugend-lebens in Marburg und maßgebende Personen ihrer Umgebung, wieKonrad von Marburg, durch persönliche Anschauung bekannt waren,und nicht einer der vielen Anonymi, die damals die Heilige mit ihrerFeder verherrlichten, sondern ein angesehener bekannter Schriftsteller,dessen Leben und literarisches Lebenswerk klar vor unseren Augenliegt!). Seine Schriften über die Heilige lassen sich ziemlich genauauf das Jahr 1237 datieren und stellen daher einen Richtpunkt darfür diejenigen, welche die zahlreichen Viten nach ihrem Quellenwertordnen und sichten wollen 2 ). Sie geben zugleich einen lehrreichenEinblick in die Arbeitsweise der Legendenschreiiber dieser Zeit. Vonder wohl maßgebendsten Stelle, nämlich vom Deutschen Hause inMarburg, dem Hüter des Grabes und des Andenkens der Heiligen,erhält Caesarius einen im Heiligsprechungsprozeß entstandenen Textmit den Aussagen der Dienerinnen über das Tugendleben der heiligenHerrin und nicht, wie manche andere, die ihn sich besorgten, um ge-wissermaßen privat ihre schriftstellerische Kunst daran zu versuchen,sondern mit der ausdrücklichen Bitte, daraus für das Deutsche Hauseine offizielle, authentische Historie zu gestalten. Typisch und in ihrenEinzelheiten zu beobachten ist auch die Arbeitsweise, wie durch dietheologische Ausdeutung der Handlungen und Episoden die Vorlageerweitert wird, was wir auch bei anderen namenlosen Arbeiten dieserArt beobachten können. Damit verbindet dann Caesarius die Nach-richten, die ihm aus besonderen von ihm genannten Quellen, vonHörensagen und in seinem umfassenden Wissen zur Verfügung stan-den. Darunter sind als besonders bedeutsam die sonst nicht über-lieferten Nachrichten über das Marburger Deutschordenshaus undseine Entwicklung hervorzuheben. Daß das literarische Werk desCaesarius zu seiner Lebenszeit Beachtung fand, dürfen wir aus seinerErwähnung als 'specialis historia' in der Chronica Regia Coloniensis 3 )entnehmen, die offenbar auch ihre Nachrichten über die Translation der

x ) Vergleiche die zusammenfassende Darstellung von Werk und Lebenmit reichliehen Literaturangaben von K. Langosch, Caesarius von Hei-sterbach, bei W. Stammler Die deutsch© Literatur des Mittelalters, Ver-fasserlexikon I, Berlin u. Leipzig 1933, S. 343370.

2 ) Von diesem Gesichtspunkt bin ich an die Werke des Caesariusherangetreten (Quellenstudien a. a. 0. S. 5 ff.).

3 ) Chronica Regia Coloniensis ed. Waitz S. 268: 'Super cuius vitalaudabili et virtutibus specialis historia est contexta'.