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hl. Elisabeth aus Caesarius geschöpft hat l ). Was die weitere Ver-breitung der Schriften angeht, so dürfen aus der Tatsache, daß heutenur noch eine einzige mittelalterliche Handschrift (A) bekannt ist,nicht übertrieben ungünstige Schlüsse gezogen werden, wenn sie auchsicherlich nicht entfernt etwa an die Verbreitung der Legende desDietrich von Apolda heranreichte. Ob die Sammelhandschrift, diedem Briefe des Caesarius an Abt Peter von Marienstatt mit der Auf-zählung seiner Werke beilag 2 ), auch die Elisabethschriften enthielt,steht dahin. Dann haben wir aber immerhin mehrere spätere Lebens-beschreibungen der hl. Elisabeth, welche das Werk des Caesariusbenutzten, so die oben mit den Handschriften B und L angeführteKompilation und ferner die französische Lebensbeschreibung desMönches Frater Robert de Camblinnuel 3 ) aus dem 13. Jahrhundert,der außer der Vita des Caesarius noch den Brief Konrads von Mar-burg und Berichte von Wundern der hl. Elisabeth benutzte, die nurzum Teil auf den Wunderbericht von 1233 zurückgehen. So ist dieVerbreitung des Caesarius doch wohl etwas größer gewesen, als esheute den Anschein hat. Die Auswirkung scheint nach den angeführ-ten Zeugnissen nach dem Westen, bis nach Frankreich hin, stärkergewesen zu sein, als nach Mittel- und Oberdeutschland. So verdienenauch die Schriften über die hl. Elisabeth einen Platz in der Ausgabedes geschichtlichen Gesamtwerkes des Caesarius.
Vorbemerkungen zur Ausgabe.
Das in der Vorlage des 15. Jahrhunderts mit Vorliebe gebrauchtec statt t vor i mit folgendem Vokal ist auch hier durchweg wiederdurch t ersetzt worden.
Für freundliche Förderung der Arbeit spricht der Herausgeber denleitenden Beamten der Bibliotheque Royale in Brüssel, den HerrenConservateur en chef Victor Tourneur und Administrateur-tresorier
x ) Ebenda S. 268: 'Ipse etiam imperator primus lapidem de sarcofagolevavit et coronam auream de suo thesauro sacro capiti sanctissime vidueimposuit. Ibi preter multa miracula oleum de sacro corpore effluxit,quod religiosis viris, basilicas et altaria in honorem beate vidue Elizabethconstructuris, per fratres hospitalis Theutonicorum est pie ac sagaciterdistributum'. Der Herausgeber würde den dazu in Anmerkung 5 ge-äußerten Zweifel, ob diese Stelle auf Caesarius oder dessen QuelleJ'libellum quatuor ancillarum') zurückgehe, bei dem heutigen Stand der'orschung wohl fallen gelassen haben.
2 ) Ueber diesen Sammelband des Caesarius vgl. A. Schönbach, Stu-dien zur Erzählungsliteratur des Mittelalters IV (Sitzungsberichte derWiener Akademie der Wissenschaften, Philos.-Hist. Claase CXLIV, 1902),S. 11. Vgl. dazu Hilka in Band I dieser Ausgabe S. 1.
3 ) Herausgegeben von A. Jubinal, Oeuvres Complötes de Rutebeuf II,Paris 1839, S. 360—412; vgl. A. Huyskens, Der sog. Libellus a. a. 0.XXIX, LXIX.