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3 (1937) Die beiden ersten Bücher der Libri VIII miraculorum. Leben, Leiden und Wunder des heiligen Engelbert, Erzbischofs von Köln. Die Schriften über die heilige Elisabeth von Thüringen
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Fällen gibt er dabei seine Gewährsmänner an ('monachus nosterCristianus... ex parte recitans'; 'sicut a domino Theoderico didieivenerabili archiepiscopo Treverensi'; 'sicut audivi a quibusdam fra-tribus domus Theutonice in Marburg'), in anderen legt er Wert dar-auf, zu betonen, daß er selbst oder seine Gewährsmänner Augen-zeugen gewesen seien ('sicut ab Ulis didiei, qui presentes erant';'sicut omnes novimus'; 'ego circa idem tempus ibi fui'), wiederum inanderen sagt er, daß er von Hörensagen berichte ('ex diversorumrelatione didiei'; 'miracula, que in loco occisionis eius fieri referuntur';'cui, ut aiunt, cum parcere vellent'; 'et, ut aiunt, etiam mortui ineodem loco suscitabantur'; 'et, sicut audivi, pene nulla domus est inGrecia'). Bei einigen Mitteilungen geht aus der Form der Erzählunghervor, daß Caesarius hier aus eigenem Wissen spricht ('qui nupermortuus est'; 'adhuc enim ambo vivunt'; 'qui hodie tenet Romanumpontificium'; 'satis declarant, que ad eius sepulchrum fiunt miracula';'multi pauperes in hospitali... cotidie paseuntur').

Auch über seine Arbeitsweise hat Caesarius beachtenswerte Auf-schlüsse gegeben. Nach dem Widmungsbrief hat er von dem ihmübersandten Text, den er zu einer 'historia' gestalten sollte, einigeKapitel nicht dem Sinne, aber dem Wortlaut nach gekürzt, einige mitWorten der hl. Schrift verbessert, einige aber unverändert gelassen.Aus dem Wortlaut des Werkes ergibt sich, daß letzteres nur seltenin größerem Umfang geschehen ist, die Wiedergabe der Vorlage istbei Caesarius im allgemeinen eine freie, nur teilweise wörtliche. Erfühlte bei seinem Werk die Verpflichtung des Geschichtsschreibers,die Wahrheit zu sagen ('veritate historie servata'), als wesentlich er-schien ihm auch die zeitliche Ordnung der Begebenheiten, die nurvorübergehend verlassen werden sollte ('ad seriem historie reverta-mur'). Im übrigen gebrauchte er, um in seinem ziemlich ungleich-mäßigen Stoff Ordnung zu halten und über die schon in seiner Vor-lage vorkommenden Wiederholungen hinwegzukommen, häufig dasMittel des Verweises ('sicut in sequentibus dicetur'; 'sequentia declara-bunt'; 'neenon et illa, que sequuntur'; 'sicut supra dictum est'; 'sicutdictum est'; 'declarant exempla precedentia, sed et subsequentia';'cuius superius mentionem feeimus'; 'sicut superius ipsa confessa est').Von diesen Verweisen ist einer von besonderer Bedeutung, mit dem beider Erzählung des Sermo über den Uebergang des Marburger Ho-spitals an den Deutschen Orden mit den Worten 'sicut supra dictumest' zurückverwiesen wird auf die Stelle der Vita, wo erzählt wird,wie der Deutsche Orden durch Landgraf Konrad von Thüringen zu demHospital gelangte. Will man hier in dem Verweis keinen späteren Zu-satz erblicken, dann müßte man annehmen, daß Caesarius die Predigtin der gleichen Handschrift der Vita angefügt habe, daß Caesariusalso beide Werke gleichzeitig den Marburger Deutschordensbrüdernübersandte. Für dieses alte handschriftliche Verhältnis von Predigtund Vita spricht nicht nur die dieser Annahme gemäße Ueberlieferungin Handschrift A und die Reihenfolge der beiden Werke in Caesarius'