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3 (1937) Die beiden ersten Bücher der Libri VIII miraculorum. Leben, Leiden und Wunder des heiligen Engelbert, Erzbischofs von Köln. Die Schriften über die heilige Elisabeth von Thüringen
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IV. Ausgaben und Übersetzungen.

Von der Vita sind bisher folgende Ausgaben erschienen*):

1. Laurentius Surius, De probatis Sanctorum historiis VI, Köln1575, S. 137166 2 ). Die Ausgabe beruht auf einer verschollenen Hs.des Kölner Karthäuserklo6ters, die zur Handschriftengruppe 2 gehörte,doch paßte Surius den Text in zunehmendem Maße, wie er das so ofttat, dem klassischen Sprachgebrauch an 3 ) und von dem 3. Buche gaber nur einen verkürzten Text.

2. Aegidius O e 1 e n i u s, Vindex libertatis ecclesiasticae et mar-tyr S. Engelbertus archiepiscopus Coloniensis princeps elector etc.una cum brevi suae aetatis annalium, nobilium familiarum et monu-mentorum Agrippinensium ex archivis depromptorum editione, Köln1633 (angeführt als Gelenius). Gelenius kannte außer der Ausgabedes Surius und außer dem von diesem benutzten Kölner Cartusianuszwei Hss. der Klasse 1, nämlich den Codex la, den ihm D. Hubertusa Castren, Dekan des Stifts Münstereifel, zusandte, und eine mit dieserübereinstimmende Schwelmer Hs., die ihm von Hildebrand Busaeus zu-geschickt wurde 4 ). Doch hat er in der Hauptsache den Text des Suriu6wiederholt 5 ), ihm allerdings eine Menge von Erläuterungen beigege-ben und darin vereinzelt auch auf die anderen Hss. hingewiesen 0 ).

3. Joh. Friedrich Böhmer, Fontes rerum Germanicarum II,Stuttgart 1845, S. 294329, folgte, wie er selbst in der Vorrede (S.XXXIV) sagt, dem von Gelenius gebotenen Text. Das dritte Buch ließer ganz weg.

4. Albert Poncelet, Acta sanctorum Novembris III, Brüssel1910, S. 644681 (mit einer Einleitung S. 623 ff. und mit Nach-trägen und Verbesserungen S. 946), gab auf Grund aller Hss. die erstekritische und vollständige, vortreffliche Ausgabe der Vita; das 3. Buchist hier überhaupt zum ersten Mal unverkürzt wiedergegeben.

Die vorliegende Ausgabe entspricht unter diesen Umständennotwendigerweise der Ausgabe von Poncelet in weitem Maße. Selbstdie von ihm geschaffene Benennung der Handschriften konnte sie un-bedenklich übernehmen. Die Nachprüfung der Hss. la. b. 2a. b 1 ' 2 ergabnur wenige Versehen und Verwechslungen von Handschriften bei denLesarten; es wäre zwecklos gewesen, diese Abweichungen im einzelnennamhaft zu machen. Sonst unterscheidet sich meine Ausgabe von dervorhergehenden teilweise durch die Zahl der Anmerkungen namentlich

') Vgl. Poncelet S. 628.

2 ) Ueber die weiteren vier Ausgaben dieses Werkes vgl. Ponceleta. a. O. 628 Anm. 8.

:i ) Vgl. Greven 26 f. Ueber Surius' Arbeitsweise vgl. P. Holt,Neues Archiv XLIV (1922), 356 ff.

*) Vgl. Gelenius, a.a.O. 192.

5 ) Vgl. E. Ranke, Neues Archiv IV (1879), 202 ff.; Poncelet 628.

") Ueber einzelne wertvolle Lesarten der Scluvelmer Hs. vgl. untenS. 282,13; 283,3; 314, 12.