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berücksichtigt worden, wie sie es als einzige selbständige Hs. derKlasse 1 neben la verdient. Da es sich um einen Auszug mit mancher-lei sich daraus ergebenden Textänderungen handelt, kann natürlich nureine Auswahl von Lesarten gegeben werden.
2a) Münster, Universitätsbibliothek 217, vorher 329 (1191),früher im Kloster Böddeken, Pergament, 15. Jh., fol. 68'— 106 r , ent-hält die vollständige Vita 1 ).
2b 1 ) Paris, Nationalbibliothek Lat. 5617, 16. Jh., 46 Papier-blätter (20,5X14,9 cm), enthält fol. 1—45 die Vita nicht ganz voll-ständig, eine Abschrift aus dem 4. und letzten Bande des verlorenengroßen Passionais, das der Kanonikus und Thesaurar Eberhard <Sou-denbalch, einst Propst von St. Servatius in Maastricht (f 1503), derSt. Martinskathedrale in Utrecht vermacht hatte; man las die Vitadort fol. 156 bis 172. Vgl. die dahin gehende Eintragung des NotarsKonrad Eertman (fol. 45 v —46) in Poncelets Ausgabe S. 626 Anm. 9.
2b 2 ) Brüssel, Königl. Bibliothek 8935, der bereits unter la**genannte Sammelband der Bollandisten aus dem 17. Jh., enthält fol.15—45 T lediglich das 3. Buch der Vita, abgeschrieben aus einer eben-falls verlorenen Hs. von St. Salvator in Utrecht 2 ).
Die Verwandtschaft der Hss. läßt sich durch folgenden Stammbaumveranschaulichen.
Stammhandschrift
lb 2a (2b)
la* la** 2bi 2 b 2
Die beiden Handschriftenklassen unterscheiden sich nicht nur durchdie beiden nur in 2 überlieferten Abschnitte nach 111,41 und 74, durchdie allein in 2 vorhandenen Kapitelüberschriften, sondern vor allemdurch eine Reihe von Textkürzungen und Streichungen, die in derselbenKlasse 2 erfolgt sind. 2 ist eine nach 1250 entstandene Bearbeitungder Vita 3 ), die nicht durch Caesarius, sondern von anderer Seite fürden klösterlichen Hausbedarf vorgenommen worden ist, wie Greven a.a.O.19 ff. eingehend dargelegt hat 4 ). Trotz jener Streichungen bewahrt dieKlasse 2 manche Lesarten besser als 1 und ist darum für die Gestal-tung des Textes nicht ohne Wert.
i) Vgl. H. Moretus, Anal. BolL XXVII (1908), 267; Levison a.a.O.VII, 626.
2 ) Ueber das Legendär von St. Salvator vgl. Levison a. a. O. VII,539 ff.
3 ) Unten S. 239, 16 sind die Worte über Kaiser Friedrich II. .'qui hodieimperat' in 2 weggelassen.
*) Der Text 2 entspricht dem auch sonst bei den Regularkanonikerndes 15. Jh. u. a. in Böddeken und Utrecht festgestellten Brauch, Hei-ligenleben niclit unverändert abzuschreiben, sondern sie umzuarbeiten;vgl. Levison a. a. O. 538 iE. Da aber im Gegensatz zur Streichung vieleranderer Namen der von Gevelsberg in 2 oft eingefügt ist (s. zahlreicheSternnoten, besonders die auf Ortskenntnis hindeutende zweite S. 313),möchte man an eine dort im Kloster nach 1250 vorgenommene Bearbeitungdenken.