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<2> (1797) Zweiter Theil oder Angewandtes Naturrecht
Entstehung
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sie ihr Geschlecht b'esser kennen, als es je ein Mannkennen wird, indem sie selbst zu diesem Geschlechtsgehören; es versteht sich, wenn sie zugleich Kraft ge-nug haben, sich zum Theil über dasselbe zu erheben ;theils, weil sie bei demselben, der Regel nach, amleichtesten Eingang finden. Selbst der gebildeteMann kann aus dergleichen Schriften Seine Kenntnifsdes weiblichen Charakters gar sehr vermehren. Esversteht sich, dafs die Verfasserin dann auch als Weibschreiben, und in ihrer Schrift, als Weib, nicht alsein übel verkleideter Mann erscheinen wollen mufs-te, Ich habe, wie man sieht, vorausgesezt, dafsdas Weib lediglich um zu nützen, und einem entdeck-ten Bedürfnisse ihres Geschlechts abzuhelfen, für ihrGeschlecht, keinesweges aber aus Ruhmsucht, und Ei-telkeit für das unsere schreibe. Ausser, dafs in demleztern Falle ihre Produkte wenig litterarischen Werthhaben weiden, würde auch dem moralischen Wortlieder Verfasserin dadurch grofser Abbruch geschehen,Ihre Schriftstellerei wird dann weiter nichts für sieseyn, als ein Werkzeug der Koketterie mehr. Ist' sieverehlicht, so erhält sie durch ihren schriftstelleri-schen Ruhm eine von ihrem Gatten unabhängige Selbst-ständigkeit, die das eheliche Verhältnifs nothwendigentkräftet, und zu lösen droht. Oder wird sie getadelt,so .empfindet sie den Tadel, als eine ihrem Geschlech-te zugefügte Beleidigung, und ihre, und ihres un-schuldigen Gatten Tage werden verbittert.