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sich herrliches und voutrefliches; woher es denn auchkommt, dafs eigentlich gelehrte Weiber — ich redenicht von denen, die blols nach dem gesunden Men-schenverstante raisonniren, denn diese sind höchstachtungswürdig — meistens Pedantinnen werden.
Um auf IcQine Art misverstanden eu werden, will
ich dies weiter aus einander setzen. _ Es Kifst sich
nicht behaupten, dafs das Weib an Geistestalentenunter dem Manne stehe; aber das Ufst sich behauptendafs der Geist beider von Natur einen ganz verschiede-nen Charakter habe.. Der Mann bringt alles, was inihm und für ihn ist, auf deutliche Begriffe, und fin-det es nur durch Raisormement; wenn er nämlichwirklich überzeugt seyn soll, und sein Wissen nichtlediglich ein historisches Wissen ist. Das Weib batein natürliches Unterscheidungsgefühl für das währe'schickliche, gute; nicht etwa dafs ihr dasselbe durchdas blofse Gefühl gegeben werde, welches unmöglichist, sondern dafs, wenn sie es von aussen bekommtsie durch das blofse Gefühl, ohne deutliche Umsichtin die Gründe ihres TJrtheils, leicht beurtheilen .könneob es wahr und gut sey, oder nicht. Man kann sn-
gender Mann mufs sich erst vernünftig machen: aber
dafs Weib ist schon von Natur vernünftig., Aus demoben angegebnen Grundzuge, der das Weib vom Man-ne unterscheidet, liifst sich dieses leicht ableitenIhr Grundtrieb verschmilzt gleich ursprünglich mit derVernunft, weil er ohne diese Verbindung die Ver-nunft aufhübe; er wird ein vehnünftiger Trieb; dar-um ist ihr ganzes Gefühlsystem vernünftig,und
«leichsarn auf die Vernunft berechnet. Da hingegen