Druckschrift 
<2> (1797) Zweiter Theil oder Angewandtes Naturrecht
Entstehung
Seite
217
Einzelbild herunterladen
 

vertritt. Wie dies einzurichten sey, ist eine Untersu-chung für die politik.)

Die Weiber üben sonach ihr Stimmrecht überöffentliche Angelegenheiten wirklich aus; nur nichtunmittelbar durch sich selbst, weil sie dies nicht wol-len können, ohne ihrer weiblichen Würde zu verge-ben ; sondern durch den billigen, und in der Naturder ehelichen Verbindung gegründeten Eiuflufs, den sieauf ihre Männer .haben.

(Dies beweifst auch die Geschichte aller grofsenStaatsveränderungen. Entweder gingen sie von Wei-bern aus, oder sie wurden durch dieselben gelenkt,und beträchtlich modificirt.)

Anmerkung. Wenn denn nun dies ohne Einwen-dung zugestandeu werden mufs, was verlangen denneigentlich die Weiber und ihre Schuzredner ? Was istes doch, das ihnen entrissen seyn soll, und das siejezt. zurückfodern? Die Sache selbst? Sie sind in demvollkommensten Besiz derselben. INur der äussereSchein kann es seyn, nach welchen sie lüstern sind.Sie wollen nicht nur wirken, sondern man soll es auchwissen, dafs sie gewirkt haben. Sie wollen nichtblofs, dafs- geschehe, was sie wünschen; sondern essoll auch bekannt seyn, da/s sie, gerade sie ,fes ausge-führt haben. Sie suchen Celebrität bei ihrem Leben,und nach ihrem Tode in der Geschichte.

Ist nur dies ihr Zweck; kann nur dies ihr Zweckseyn, so sind sie mit ihrer Klage ohne Bedenken ab-zuweisen; denn sie können dieselbe gär nicht erheben,