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<2> (1797) Zweiter Theil oder Angewandtes Naturrecht
Entstehung
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eben sich ihnen dadurch selbst verächtlich, und rauhe»ihnen alle eheliche Glückseligkeit. Es kann nur da-durch geschehen, dafs er ihre Wünsche ausspäht, uinals seinen eigenen Willen sie vollbringen zu lassen,was sie, sich selbst überlassen, am liebsten thunwürde. Es ist ja hier nicht etwa um blofse Befrie-digung ihrer Launen, und Einfalle zu thun, damitsie nur befriedigt seven ; es ist um einen weit hohemZweck, um die Erleichterung, ihren Gatten immerfort'über alles zu lieben, und in ihren eigenen Augen ihreUnschuld zu behalten, zu thun. Es kann nichtfehlen, dafs die Gattin, deren Herz durch einen Ge-horsam, der ihr keine Aufopferung kostet, nicht be-friedigt wird, wieder von ihrer Seite, die verborge-nen [hohem Wünsche des Mannes auszuspähen, undmit Aufopferungen sie zu vollbringen suche. Ie gvo-fser das Opfer, desto vollkommener ist die Befriedi-gung ihres Herzens. Daher entsteht die ehelicheZärtlichkeit (Zartheit der Empfindungen und des Ver-hältnisses.) IederTheil will seine Persönlichkeit auf-geben, damit die des andern Theils allein herrsche;nur in der Zufriedenheit des andern findet jeder, dieseinige; die Umtauscliung der Ilex'zen und der Willenwird'vollkommen. Nur in der Verbindung mit einemliebenden Weihe öfnet das männliche Herz sich derLiebe, der sich unbefangen hingehenden, und im Ge-genstände verlornen Liehe; hur in der ehelichen Ver-bindung lernt das Weib Grofsmutb, Aufopferung mitBewnfstseyn und nach Begriffen.: und so wird die Ver-bindung mit jedem Tage ihrer Eire inniger.

Carol -