1 7Z
eben sich ihnen dadurch selbst verächtlich, und rauhe»ihnen alle eheliche Glückseligkeit. Es kann nur da-durch geschehen, dafs er ihre Wünsche ausspäht, uinals seinen eigenen Willen sie vollbringen zu lassen,was sie, sich selbst überlassen, am liebsten thunwürde. — Es ist ja hier nicht etwa um blofse Befrie-digung ihrer Launen, und Einfalle zu thun, damitsie nur befriedigt seven ; es ist um einen weit hohemZweck, um die Erleichterung, ihren Gatten immerfort'über alles zu lieben, und in ihren eigenen Augen ihreUnschuld zu behalten, zu thun. — Es kann nichtfehlen, dafs die Gattin, deren Herz durch einen Ge-horsam, der ihr keine Aufopferung kostet, nicht be-friedigt wird, wieder von ihrer Seite, die verborge-nen [hohem Wünsche des Mannes auszuspähen, undmit Aufopferungen sie zu vollbringen suche. Ie gvo-fser das Opfer, desto vollkommener ist die Befriedi-gung ihres Herzens. Daher entsteht die ehelicheZärtlichkeit (Zartheit der Empfindungen und des Ver-hältnisses.) IederTheil will seine Persönlichkeit auf-geben, damit die des andern Theils allein herrsche;nur in der Zufriedenheit des andern findet jeder, dieseinige; die Umtauscliung der Ilex'zen und der Willenwird'vollkommen. Nur in der Verbindung mit einemliebenden Weihe öfnet das männliche Herz sich derLiebe, der sich unbefangen hingehenden, und im Ge-genstände verlornen Liehe; hur in der ehelichen Ver-bindung lernt das Weib Grofsmutb, Aufopferung mitBewnfstseyn und nach Begriffen.: und so wird die Ver-bindung mit jedem Tage ihrer Eire inniger.
Carol -