wie sie lebt, und ist, ihres Mannes sey, und sieb ohneVorbehalt an ihn und in ihm verloren habe. Das Ge-ringste, -was daraus folgt, ist, dafs sie ihm ihr Ver-mögen und alle ihre Rechte abtrete, und mit ihm zie-he. Nur mit ihm vereinigt, nur unter .seinen Augen,und in seinen Geschäften hat sie noch Leben, undTliiitigkeit. Sie hat aufgehört, das Leben eines Indi-viduum zu führen ; ihr Leben ist ein The.il seines Le-hens geworden, dies wird treflich dadurch bezeichnet,dafs sie den Namen des Manuös annimmt.)
§• 7 -
Die Lage des Mannes dabei ist diese. Et, deralles, was im Menschen ist, sich selbst gestehen kann,sonach die ganze Fülle der Menschheit in sich selbstfindet, überschaut das ganze Verhältnils, wie dasWeib selbst es nie überschauen kann. Er sieht einursprünglich freies Wesen mit Freiheit, und unbe-grenztem Zutrauen sich ihm unbedingt unterwerfen;sieht, dafs sie nicht nur ihr ganzes äusseres Schicksal,sondern auch ihre innere Seelenruhe, uüd ihren sittli-chen Charakter, wenn ^ucli nicht das Wesen dessel-■ben, doch ihren eigenen Glauben daran, von ihmgänzlich abhängig mache : da ja der Glaube des Wei-hes n'n sich selbst, und an ihre Unschuld und Tugenddavon abhängt,' dafs'sie,nie aüfhören müsse, ihrenMann über alle seines Geschlechts zu achten und zulieben.
Wie die sittliche Anlage in der Natur des Wei-bes sich durch Liebe, so äussert die sittliche Anlagein der Natur des Mannes sich durch Grofsmuth, Er
will