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<2> (1797) Zweiter Theil oder Angewandtes Naturrecht
Entstehung
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durch wieder, dafs sie es aus Liebe far diesen Einengetban habe.

Aber, wenn diese Stimmung je ein Ende nehmensollte, und das Weil) einst aufhören niüistc, in dembefriedigten Manne den über alle seines Geschlechtsliebenswürdigen zu erblicken; ja, wenn sie nur dieMöglichkeit, davon denken könnte, so würde sie durchdiesen Gedanken in ihren eigenen Augen verächtlichwerden. Wenn es möglich ist, dafs er für sie nichtder liebenswürdigste seines Geschlechts sey, so wäre,da sie doch ihm allein unter dem ganzen Geschlechtesich hingiebt, kein anderer Grund anzunehmen, alsdafs verstekter Weise die Natur sie getrieben habe,sich nur bald, und mit dem ersten, dem besten zu be-friedigen; welches ohne Zweifel ein entehrender Ge-danke wäre. Es ist also, so gevvifs sie mit Erhaltungihrer Würde sich hingiebt, noth.We.ndig ihre Voraus-setzung, dafs ihre gegenwärtige Stimmung nie endigenkönne, sondern ewig sey, so wie sie selbst ewig ist.Die sich einmal giebt, giubt sich auf immer.

§ 6 -

Diejenige, welche ihre Persönlichkeit mit Be-hauptung ihrer Menschenwürde hingiebt , giebt noth-wendig dem Geliebten alles hin, was sie bat. Wäredie Ergebung nicht unumschränkt, und behielte sie inderselben sich das geringste vor, so legte sie dadurch,an den Tag, dafs das vorbebaltne einen hohem Werthfür sie hätte, als ihre eigene Person; welches ohneZweifel eine tiefe Herabwürdigung ihrer Person wäre.Ihre eigene Würde beruht darauf, dafs sie ganz, so

wie