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umzukehren , und dem Manne einen ähnlichen Triebzuzuschreiben, ein Bediirfnifs des Weibes zu befrie-digen, welche,s er weder bei ihr voraussetzen, nochsich als das Werkzeug desselben denken kann, ohnebis in das innerste seiner Seele sich zu schämen.
Darum ist auch das Weib in der Geschlechtsver-einigung nicht in jedem Sinne Mittel für den Zweckdes Mannes; sie ist Mittel für ihren eigenen Zweck,ihr Herz zu befriedigen • und nur,in wiefern ton sinn-licher Befriedigung die Rede ist, ist sie es für denZweck des Mannes.
In dieser Denkart des Weibes eine Täuschung er-künsteln , und etwa sagen: so ist es denn doch amKnde der Geschlechtstrieb , der nur verstekter Weisesie treibt, wäre eine dogmatische Verirruug. DasWeih sieht nicht weiter, und ihre Natur geht nichtWeiter, als bis zur Liebe: sonach ist sie nur so weit.Dafs ein Mann, der die weibliche Unschuld nicht hat,noch haben soll, und der sich alles gestehen kann,diesen Trieb zergliedere, gellt dem Weibe nichts an;fiir sie ist er einfach , denn das Weib ist kein Mann.Wenn sie Mann wäre, würde man Recht haben; aberdaun wäre sie auch nichtsie; und alles wäre ancäers. ■ —
Oder will man uns etwa den Grundtrieb der weiblichenNatur als Ding an sich zu Tage fördern.?
• §• 5 *
Das Weih giebt, indem sie sich zum Mittel der.Befriedigung des Mannes macht, ihre Persönlichkeit;sie erhält dieselbe, itud„ihre ganze 'Würde nur da-durch.