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be, sondern Geschlechts trieb; sie ist überhaupt in ihmkein ursprünglicher, sondern nur ein mit ge die ilter, ab-geleiteter, erst durch Verbindung.mit einem liebendenWeibe entwickelter Trieb, und hat bei ihm eine ganzandere Gestalt; wie wir dies tiefer unten sehen-wer-den. Nur dem Weibe ist die Liebe, der edelste allerNaturtriebe , angebohren ; nur durch dieses kommt erunter die Menschen; so "wie andere gesellige Triebemehr, von welchen tiefer unten. Im Weibe erhieltder Geschlechtstrieb eine moralische Gestalt, weil erin seiner natürlichen die Morälität derselben ganz auf-gehoben hätte. Liebe ist der innigste Vereinigungs-punkt der Natur, und der Vernunft; sie ist das ein-zige Glied, wo die, Natur in die Vernunft- eingreift*sie ist sonach das vortreflichste unter allem natürlichen.Das Sittengesez fodert, dafs man sich in' andern ver-gesse; die Liebe giebt sich selbst hin für den andern.
Dafs ich alles kurz zusammenfasse: Im unverdor-benen Weibe äusserl sich kein Geschleehtstfieb,. undwohnt kein Geschlechfstrieb, sondern nur Liebe; unddiese Liebe ist der Naturtrieb des Weibes, einen Mannzu befriedigen. Es ist allerdings ein Trieb, der drin-gend seine Befriedigung heischt: aber diese seine Be-friedigung ist nicht die sinnliche- Befriedigung desWeibes, sondern die des P/fannes; für das Weib istes nur Befriedigung des Herzens. Ihr Bedürfnifs istnur das, zu lieben und geliebt, zu seyn. So nur er-halt der Trieb, sich hinzugeben, den Charakter derFreiheit undThäti»keit, den er haben mufste, um ne-ben der Vernunft bestehen zu können, —' Es istwohl kein Mann, der nicht die-Absurdität fühle, es
um-