x.) Es ist hier von Natur, und einem Natutriehedie Rede, d. i. von etwas, welches das Weib, wennnur die beiden Bedingungen desselben, Vernunft undTreiben des Geschlechts da sind, ohne alle Anwendungihrer Freiheit und ganz sich selbst überlassen , in sichfinden wird, als etwas gegebenes., ursprüngliches,und aus keiner ihrer vorhergehenden, freien Hand!un-«en zu erklärendes. Es wird dadurch aber gar nichtdie Möglichkeit gehiugnet, da.fs nicht das Weib ent-weder unter ihre Natur herabsinken, oder durch Frei-heit sich über sie'erheben könne; welche Erhebungaber selbst niöht viel besser ist, als ein Herabsinken.Unter ihre Natur sinkt das Weib herab, wenn sie sichzur Vemunftlosigkeit erniedrigt. Dann kann der Ge-schleclitstrieb in seiner wahren Gestalt zum Bewufst-seyn kommen , und bedachter Zweck des Handelnswerden. lieber ihre Natur würden sich die Weibererheben, wenn die Befriedigung des Geschlechtstrie-bes weder in seiner Rohheit, noch in der Gestalt, dieer in einer wohleingerichteten, weiblichen Seele an-nimmt, Zweck wäre; sondern als blofses Mittel ge-dacht würde für einen andern durch Freiheit sich vor-gesezten Zweck. Wenn dieser Zweck nicht ein ganzverwerflicher seyn soll, (etwa der den Titel Frau, unddie Aussicht auf ein sicheres Brod zu haben, in wel-chem Falle die Persönlichkeit zum Mittel eines Ge-nusses gemacht wird) sh könnte er kein anderer seyn,als der Naturzweck selbst; Rinder zu haben; denauch einige vorwenden. Aber da sie diesen Zweckmit jedem möglichen Manne hätten erreichen können,mithin in ihrem Princip gar kein Grund liegt, dafs siegerade diesen wählten, so müssen sie, als das arträg-
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