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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Die Modifikationen des Schönen.

Möglichkeit desselben, und das, was diese Möglichkeit ge-währt, ein Gut.

Dem Guten aber steht gegenüber das Böse und die Schwäche,dem Gut die Hemmung des freien Sichauswirkens eines positivMenschlichen, das Leiden, und das, was Leiden schafft, dasÜbel. Dabei ist festzuhalten: Auch das Böse ist, ebenso wiedie Schwäche, ein Mangel. Sofern das Böse Kraft ist, ist es gut.

Und ein solches ethisch Unwertes, eine Schwäche, ein Übel,kurz eine Lebensverneinung bildet nun jederzeit den Inhalt desHäfslichen. Dies hebst nicht, das Häfsliche ist ein ethischUnwertes, oder das ethisch Unwerte ein Häfsliches. Sondernwieschön, so ist auchhäfslich immer ein Prädikat einessinnlich Gegebenen. Wie aber das Sinnlich Gegebene schönist vermöge eines ethisch Wertvollen, oder einer Lebens-bejahung, die wir in dasselbe einfühlen, so ist häfslich dassinnlich Gegebene, in welches wir ein ethisch Unwertes odereine Lebensverneinung einfühlen, und sofern wir dies tun.

Das Häfsliche als Objekt der negativen Einfühlung.

Die letztere Einfühlung ist aber negative Einfühlung, d. h.wie wir früher sahen: Ich mache eine Weise des inneren Daseinsund Verhaltens innerlich mit nicht in dem Sinne, dafs ichin sie einstimme, d. h. frei aus mir heraus sie vollziehe; son-dern dieselbe drängt sich mir auf und ich widersetze mich; ichfühle die sich mir aufdrängende Weise des inneren Daseinsoder Verhaltens als eine Negation meines eigenen Wesens undder Forderungen derselben.

Dies aber setzt jenes Sichaufdrängen voraus. Es mufsfestgehalten werden: Nur die Tendenz des angeschauteninneren Verhaltens, ein gleichartiges eigenes inneres Verhaltenzu werden, nur die erlebte Zumutung etwa, die angeschauteFeigheit, Roheit innerlich mitzumachen, also die Zumutung, eineigenes, gleichartiges, inneres Verhalten in mir zu verwirklichen,kann mit der Forderung meiner Natur, nicht mich feig oder rohzu fühlen, in fühlbaren Widerstreit treten, sowie nur die Tendenzoder Zumutung ein gehörtes Urteil in mir zu vollziehen, mit der