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Die Modifikationen des Schönen.
sich in ihm, auch abgesehen davon, dafs er Mensch ist, undabgesehen von der Kraft seines Wollens, Menschliches.
Die „poetische Gerechtigkeit“ und die „Erhabenheitdes Schicksals“.
Man hat von einer „poetischen Gerechtigkeit“ gesprochen,die in den Tragödien „des Bösen“ walte. Und man hat dannweiterhin diese poetische Gerechtigkeit auch in den Tragödiendes Übels gesucht und demgemäfs — gefunden. Überall sollschliefslich unsere Befriedigung letzten Endes darauf beruhenoder daran geknüpft sein, dafs eine Schuld sich räche, d. h.dafs über die tragische Gestalt ein der Gröfse ihrer Ver-schuldung entsprechendes Leiden verhängt werde.
Ein solches allgemeines Prinzip der poetischen Gerechtig-keit nun gibt es nicht. Sondern die wahre „poetische Gerech-tigkeit“ besteht überall einzig darin, dafs das Leiden für unslediglich Mittel ist zum fühlenden Miterleben der Persönlichkeit,des in ihr liegenden Persönlichkeitswertes, oder der in ihrsich regenden oder über sie Gewalt gewinnenden Macht desGuten.
Offenbar müfste der Dichter nach der Theorie jener „poeti-schen Gerechtigkeit“ das Leiden jederzeit als möglichst verdienthinstellen. Jemehr es verdient ist, umsomehr erscheint ja dieStrafe berechtigt. Statt dessen aber läfst er bei den gröfstenVerbrechern die Schuld sich mildern; so bei Macbeth, derschliefslich vom Bösen wider Willen fortgerissen erscheint, undneben dem von vornherein als die eigentliche Anstifterin desVerbrechens die Lady Macbeth steht. Dadurch läfst der Dichternicht das Leiden verdienter erscheinen, wohl aber steigert erdie Möglichkeit unseres Mitgefühls.
Hiermit verbinde ich gleich noch eine andere, auf dieBeantwortung der Frage nach dem Grund des tragischen Ge-nufses abzielende Wendung, die Richtiges meint, aber mifsver-standen werden kann.
Ich meine die Wendung: Was in der Tragik auf uns wirke,das sei die Erhabenheit des Schicksals, das den Bösen