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Die Modifikationen des Schönen.
Objekt eingefühlt, in ihm und aus ihm heraus erlebt. DieseSehnsucht ist das Charakteristische des Gefühles der „grenzen-losen“ Erhabenheit. Sie gibt diesem Grenzenlosen sein spe-zifisches ästhetisches Gepräge.
Solche Sehnsucht aber findet sich nun nicht nur bei jenenräumlich „grenzenlosen“ Objekten. Alles Leise, Langsame,Einförmige, all jenes „still Erhabene“ überhaupt trägt etwasdavon in sich. Und überall verdankt diese Sehnsucht einer Artvon Grenzenlosigkeit ihr Dasein.
Hier können gewisse subjektive Momente noch besondersherausgehoben werden. Weil das still Erhabene still ist, alsonicht ausbricht, nicht in einem einzigen Tun sich zusammen-fafst, schliefst es für mich unendliche Möglichkeiten der Be-tätigung in sich. Und diese unendlichen Möglichkeiten strebeich mir selbst unbewufst auszuschöpfen, und ich vermag siedoch nicht auszuschöpfen.
ln jenen oben genannten räumlich grenzenlosen Objektenist mit der räumlichen Grenzenlosigkeit diese Stille verbunden.Darum gilt auch von ihnen das hier Gesagte. Es liegen inihnen solche unendliche Möglichkeiten.
Mit diesen unendlichen Möglichkeiten ist aber zugleich einweiteres Moment gegeben. Dieselben sind zunächst abstrakteMöglichkeiten, Möglichkeiten dieser oder jener Lebensäufse-rungen. Die stille Nacht etwa kann alles Mögliche in sichverhüllen, nämlich alles, was der Tag mir enthüllen würde. DasMeer kann unendlich vieles in seiner Tiefe verbergen, was ichzu sehen vermöchte, wenn ich in seine Tiefe steigen könnte.Der Sternenhimmel könnte jenseits meines Blickes dieses undjenes weitere Wunder mir offenbaren. Aber ich weifs nicht,was das Meer, die Nacht, und der Sternenhimmel mir offen-baren „würde“. So bergen jene Möglichkeiten ebensovieleRätsel in sich. Ich stelle Fragen an das still Erhabene, diekeine Antwort finden; ich kenne nur diese oder jene möglicheAntwort. Aiich daraus ergibt sich eine Art der Sehnsucht.
Gleichartiges findet aber, wie gesagt, auch bei demsonstigen still Erhabenen statt. Auch der Anblick des Kindesetwa, in dem der Keim liegt zu allem, was uns wertvoll und