Erstes Kapitel: Qualitäten des Lustgefühls.
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stände einem psychischen Vorgang, der geringen Ansprucherhebt, apperzipiert zu werden, eine besondere Bereitschaft,ihn zu apperziptieren, gegenüber. Dann liegt darin ein beson-derer Grund des Lustgefühls, obzwar für ein Lustgefühl vonleerer oder von eigentümlich gegenstandsloser Art.
Dieser Sachverhalt nun hat jetzt für uns eine Ergänzunggefunden in der neuen Einsicht, dafs der Höhe des Anspruchsdes psychischen Vorgangs auf die apperzeptive Tätigkeit, oderdem Grade der psychischen Quantität oder Grôîse eines Vor-ganges, ein Gefühl der Quantität entspricht. Umgekehrt ergibtsich aus jener Einsicht in die Beziehung zwischen psychischerQuantität und Höhe der Lust und Unlust unmittelbar das obenbezeichnete und insbesondere im Beispiel des Klanges aufgezeigteAbhängigkeitsverhältnis zwischen Lustgefühl und Quantitäts-gefühl. Dafs das Lustgefühl allemal einen Grad der psychischenQuantität oder Gröfse zur Voraussetzung hat, dieser Tatsacheentspricht die Gefühlstatsache, dafs das Lustgefühl jederzeit einQuantitätsgefühl in sich schliefst. Und der Tatsache, dafs dieHöhe des Lustgefühls in der soeben von neuem bezeichnetenWeise durch die Höhe der psychischen Quantität oder Gröfsebedingt ist, entspricht der Zusammenhang der Lust- bezw. Un-lustfärbung des Gefühles mit der Höhe dieses Grundgefühles.
Gefühl der Langsamkeit und Raschheit.
Wie schon angedeutet, liegen aber in dem Quantitätsgefühlverschiedene Möglichkeiten. Diese haben wir jetzt zu unter-scheiden. Dabei beschränken wir uns auf diejenigen, die ästhe-tische Bedeutung besitzen.
Das Quantitätsgefühl, das eine Empfindung begleitet in demMafse, als die Intensität der Empfindung wächst, wollen wirkurz das „Intensitätsgefühl“ nennen. Ich betone noch ein-mal den Gegensatz des Intensitätsgefühls zur Intensität der Em-pfindung, etwa der Lautheit eines Klanges. Das Intensitätsgefühlist ein eigentümlich charakterisiertes Gefühl. Es ist genauergesagt, das Gefühl eines eigentümlich heftigen Inanspruch-