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Farbe, Ton und Wort. Sechstes Kapitel: Fortsetzung.
punkte aus, der mir dadurch vorgeschrieben ist, die dargestellteWelt, und fühle mich in sie ein.
Damit stellt sich diese Einfühlung dar als eine Einfühlungzweiter Stufe. Die ideelle Welt der objektiv berichtenden Dich-tung wird nicht, wie die Welt der Lyrik oder Dramatik, oderdie Welt des malerischen oder plastischen Kunstwerks, alseine mir unmittelbar gegenwärtige miterlebt, sondern siesteht in relativer Ferne, und wird von mir dem Dichter oderdem Ich der Dichtung nacherlebt. Jene Welten entstehenfür mich, indem ich sie erlebe. Diese ist zunächst, als demIch des Dichters oder der Dichtung zugehörig, gegeben, undich finde sie vor. Sie ist, indem ich sie vorfinde, schon da;darum eben kann von ihr objektiv berichtet werden.
Das Geschehen insbesondere, das schon „da“ ist, istvergangen. Darum sagt die Dichtung, die von Gescheh-nissen objektiv berichtet, die epische Dichtung also: Es wareinmal.
Diese Eigenart der Welt der objektiv berichtenden Dich-tung, dafs dieselbe „schon da“ ist, und jene damit zugleichgegebene „Ferne“ dieser Welt, ist für die Ästhetik dieserDichtungsart entscheidend. — Davon aber weiteres an spä-terer Stelle.