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Farbe, Ton und Wort.
Vorgängen eine besondere qualitative Einheitlichkeit und Diffe-renziertheit. Und es ist eine reichere Differenziertheit in den-jenigen Empfindungsvorgängen, die dem Bild der interessan-teren Farbe zu Grunde liegen.
Wohlgefälligkeit der grofsen Kontraste.
Abzuweisende Erklärung.
Nun gefallen aber nicht nur einzelne Farben, sondern esgefallen auch gewisse Farbenverbindungen. Andere Farben-verbindungen dagegen sind mirsfällig. Darauf gehen wir etwasgenauer ein.
ln erster Linie gefallen die Verbindungen kontrastierenderFarben, d. h. solcher Farben, die in der Farbenreihe möglichstweit auseinanderliegen. Es gefällt etwa die Verbindung desGelb mit dem Blau, des Grün mit dem Purpur, des Rot mitdem Blaugrün u. s. w.
Die Wöhlgefälligkeit solcher Verbindungen nun hat manauf die Tatsache des physiologischen Farbenkontrastes zurück-führen wollen. Derselbe besteht darin, dafs komplementäreFarben, etwa Gelb und Blau, Rot und Blaugrün, Grün undPurpur, wenn sie nebeneinander gesehen werden, also auf be-nachbarte Teile der Netzhaut wirken, sich wechselseitig steigern,dafs also beispielsweise Blau neben Gelb und ebenso Gelbneben Blau für unsere Empfindung leuchtender wird, als wennBlau oder Gelb für sich allein gesehen werden.
Dieser Sachverhalt beruht, wie schon der Name „physio-logischer“ Kontrast sagt, auf < einem i physiologischen Prozefs.Es wirkt, wenn Blau und Gelb nebeneinander gesehen werden,irgendwie der physiologische Vorgang der Blauempfindung,;aufden physiologischen Vorgang der Gelbempfindung steigerndein, und umgekehrt.
Nichts anderes nun, als diese physiologische Steigerungdes Blau und des Gelb soll der Grund sein,'.warum das Neben-einander der beiden Farben gefällt.
Dies geht aber offenbar nicht an. Träfe die fragliche Er-klärung zu, dann müfste die Zusammenstellung zweier Farben