Viertes Kapitel: Das einfache rhythmische Ganze.
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Grundformen der Dreigliederung.
Alle solche Verbindungen nach dem Prinzip der Dreizahlkönnen einerseits gefafst werden als Erweiterung, als weitereDifferenzierung von Einheiten oder Ganzen aus zwei Gliedern,andererseits ebensowohl als Verkürzungen einer viergliederigenEinheit oder eines viergliederigen Ganzen. In jedem Fallebesteht für sie das doppelte mögliche Grundschema, das wirvorhin für das Ganze aus vier Einheiten aufstellten:
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Und es gilt auch von diesen beiden Schemata Analoges,wie von jenen Schemata der viergliederigen Einheiten. Wie-derum ist das zweite das in sich zusammenhängendere unddas bestimmter abschliefsende. Es ist nicht ohne Bedeutung,dafs in jenem Goetheschen Gedicht die erste Hälfte dem ersten,die zweite dem zweiten Schema gehorcht.
Indem ich das Ganze aus drei Einheiten als eine Ver-kürzung des Ganzen aus vier Einheiten bezeichne, will ichzugleich andeuten, dafs immerhin für das elementare rhyth-mische Gefühl dies letztere ein vollkommeneres rhythmischesGanze bezeichnet. Es ist insbesondere kein Zweifel, dafs dasGanze vollständiger wird, wenn die erste Einheit in zwei aus-einandergeht, und nun die eine Hälfte für die Bewegung, diein der anderen verläuft und endigt, die Basis bildet.
Dies wäre etwa bei der zweiten Hälfte jenes Goethischen Ge-dichtes der Fall, wenn in ihr, wie es in der Schubertschen Kom-position tatsächlich geschehen ist, das „Die Vöglein schweigenim Walde“ sich verwandelte in „Die Vöglein schweigen;schweigen im Walde“. Freilich ist zu bemerken, dafs hierfürinnerhalb des Gedichtes ein gewisser Ersatz geschaffen ist
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