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Raumästhetik.
Dieses Entstehen des Gleichgewichtes ist es nun aber nicht,woran ich hier denke. Bei ihm bestehen von vornherein diebeiden Kräfte, die sich ins Gleichgewicht setzen. Das Gleich-gewicht entsteht, indem die eine Kraft durch die Wirkung deranderen relativ aufgehoben wird, oder, wie ich sagte, in derÜberwindung der Wirkung der anderen relativ sich verzehrt.Solche Entstehung des Gleichgewichtes geschieht nicht sichtbarvor unseren Augen.
Neben dieser Möglichkeit aber steht die andere, dafs durchfortgehende Wirkung einer Kraft eine andere sukzessive ent-steht. Diese Möglichkeit ist, wie wir schon wissen, verwirk-licht in elastischen Gebilden. Durch die sukzessive Wirkungeiner Kraft entsteht in ihnen eine neue Kraft. Umgekehrterscheinen diejenigen Gebilde als elastisch, in welchen einsolches Entstehen einer Kraft stattzufinden scheint.s In solchen Gebilden nun entsteht zugleich das Gleich-gewicht in einem besonderen Sinne des Wortes. Und diesEntstehen des Gleichgewichtes geschieht vor unseren Augen.
Aktive und passive Elastizität.
Doch stehen bei diesem „elastischen“ Entstehen einer Kraftwiederum zwei Möglichkeiten einander gegenüber. Wir seheneinmal ein räumliches Gebilde eine eigene Tätigkeit voll-bringen, und im sukzessiven Fortgang derselben eine Kraft, diein anderer Richtung wirkt, entstehen. Wir sehen ein andermaldas Gebilde nachgeben gegen eine Wirkung, die ihm wider-fährt, und im Nachgeben die Kraft des Widerstandes gegenjene Wirkung gewinnen. Dort erscheint die Form aktiv, hierpassiv. Jedesmal aber erscheint sie elastisch.
So wendet sich die Einziehung oder der „Trochilos“ derattischen Basis, mag ich ihn nun in der Richtung von untennach oben oder umgekehrt betrachten, sukzessive nach innengegen seine Achse, und erzeugt damit eine stetig wachsendeTätigkeit in der Achsenrichtung. Hier ist wohl zu beachten: JeneBewegung erzeugt nicht unmittelbar diese vertikale Tätigkeit,sondern sie ruft zunächst eine stetig wachsende horizontale