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Der Mensch und die Naturdinge.
einstellen bei der Betrachtung von Naturobjekten, etwa beimAnblick eines kühn emporragenden Felsen.
Gesetzt aber, ich achte auf dergleichen, wende mich alsoinnerlich den körperlichen Empfindungen zu, die bei solcher Ge-legenheit sich mir ergeben, so bin ich genau ebenso außerhalballer ästhetischen Betrachtung, wie dann, wenn ich angesichtsdes Kunstwerkes Ekel, Schmerz u. s. w. empfinde, und davonirgendwie in Anspruch genommen bin. Auch jene kin-ästhetischen Empfindungen sind eben doch ganz und garSache meines realen Ich, die Freude an ihnen Freude an Vor-gängen in meinem Körper.
In Wahrheit kann ich, wie schon gesagt, an solchen körper-lichen Erlebnissen gar keine Freude haben. Ich kann mich nurfreuen an meinem kraftvollen, freien, leichten, inneren Tun. Unddiese Freude ist ästhetische, nur sofern ich dies Tun erlebe imästhetischen Objekte. Beziehe ich es auch nur gleichzeitigauf meine realen körperlichen Erlebnisse, freue ich mich etwaangesichts des sich aufrichtenden Felsen auch an dem eigenentatsächlichen äußeren Sichaufrichten, an dieser äufseren Nach-ahmung, so habe ich teilweise von dem ästhetischen Ob-jekte mich abgewendet. Ich bin nicht mehr ganz in der Be-trachtung desselben, ich habe mich betrachtend zugleich dieserrealen, an dieser Stelle stehenden Persönlichkeit zugewendet.Es ist also auch meine Freude nicht mehr blofs Freude an demFelsen. So gewifs mein inneres Sichaufrichten in dem Felsendas ästhetische Wesen des Felsen ausmacht, so gewifs gehörteben dies äufsere Sichaufrichten angesichts des Felsen nichtzum Felsen. Es gehört dazu so wenig, als die in der Umgebungdes Felsen, oder einer Statue, oder eines Gemäldes, herrschendeWärme und Kälte, oder die Empfindung der Ermüdung oderdes Hungers oder Durstes, wenn ich vor der Betrachtungdieser Objekte mich körperlich angestrengt, oder das Essen undTrinken vergessen habe, mit zum ästhetischen Eindruck dieserObjekte gehört.
Es ist dringend wünschenswert, dafs alle diejenigen, diein die ästhetische Betrachtung irgendwie die Körperempfindungendes Betrachters hineinmengen, eines schärferen Nachdenkens