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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Mensch und die Naturdinge.

Weise, d. h. so date ich den Eindruck habe, jemand empfindedergleichen. So gewifs es bei der Wärme und Kühle die zweiMöglichkeiten gibt, einmal: Ich sehe einem Gegenstand dieKühle an, und zum anderen: Ich sehe einem Menschen an,dafs er Wärme oder Kühle empfindet, so gewifs gibt es hiernur die eine Möglichkeit: Ich sehe einem Menschen an, dafser Schmerz, Ekel u. s. w. empfindet.

Wiederum aber ist hier dasjenige, was ich dem Menschenunmittelbar ansehe, einzig die Reaktion gegen diese Em-pfindungen, der Affekt oder die Stimmung, in welche dieEmpfindung ihn sichtbar versetzt. Zugleich habe ich auchwohl, beim Ekel am deutlichsten, eine Vorstellung von demEmpfundenen, oder dem Empfindungsinhalte. Aber wiederumgilt: Der Empfindungsinhalt selbst, als dieser qualitativ be-stimmte, abgesehen von der Wirkung, die er auf den Menschenübt, oder von dem zu ihm gehörigen affektiven Moment, istfür meine Vorstellung eine völlig bedeutungslose Sache. Es istalso die Vorstellung desselben ästhetisch vollkommen irrelevant.Und auch hier müssen wir hinzufügen: Wie es auch immerhiermit bestellt sein mag, in keinem Falle gehört dieser vor-gestellte Empfindungsinhalt mit zu dem ästhetischen Objekt.

Das ästhetische Objekt und meineOrgan-empfindungen.

Hier ist vorausgesetzt, dafs der Inhalt, den ein Andererempfindet, von mir nur vorgestellt sei. Wiederum eine vonder Vorstellung, jemand habe eine der hier bezeichneten Em-pfindungen, völlig verschiedene Sache nun ist mein eigenesHaben derselben. Erregt ein Kunstwerk in mir sexuelle Em-pfindungen oder Empfindungen des Ekels, verwandelt sich auchnur die Vorstellung, dafs von einem dargestellten Menschendergleichen empfunden werde, in eine entsprechende eigeneEmpfindung oder einen Anfang oder Ansatz zu einer solchen,dann bin ich vollkommen aurserhalb der ästhetischen Betrach-tung. Solche eigene Empfindungen gehören eben allemal meinemrealen, dem Kunstwerk gegenüberstehenden Ich an. Sie machen