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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
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Neuntes Kapitel: Zusätze zur Natureinfühlung.

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das Durchscheinende, und das Opake, der Schimmer, der Glanz,das Leuchten.

Und dazu tritt noch Weiteres: Wir hören die Masse sooder so klingen. Und wir meinen daraus unmittelbar einbestimmtes inneres Wesen heraus zu hören. Auch im Geruchscheint ein inneres Wesen der Massen sich auszuströmen undzu offenbaren.

Endlich sehen wir aber auch unmittelbar an den Massenein inneres Gefüge; eine feinere oder gröbere Struktur; dieseoder jene Art des Zusammenhanges gleicher, oder des Wechselsverschiedenartiger Teile. Wir sehen am Holz die Faserungenund Maserungen u. s. w. Und wir gewinnen aus allem demdie Ahnung eines mannigfachen und feinen, schlierslich unend-lich feinen Spieles der Naturkräfte.

DieElemente.

Den Massen im engeren Sinn, den Massen von gröfsereroder geringerer Festigkeit, stehen gegenüber die flüssigen, keinerbestimmten Form und Begrenzung sich fügendenElemente,Wasser und Wolken, die Luft und das Licht, der Schatten. AuchWärme und Kühle füge ich hinzu.

Es ist überflüssig, zu reden von der klaren Tiefe, von demsanften Fliefsen und majestätischen Strömen des Wassers, vomleichten, heiteren Spiel der Welle, vom Murmeln des Baches,vom Wogen und Rauschen und Schäumen des leidenschaftlicherregten Meeres. Und es braucht nicht gesagt zu werden,welches unendlich mannigfache, charakteristische Naturlebendarin sich kundgibt.

Und so ist es im Grunde überhaupt überflüssig, vom LebenderElemente zu reden. Die Wolken ziehen leise, schwebenleicht, hängen schwer, jagen und drohen. Auch dies scheinensie zu tun vermöge einer in ihnen liegenden Kraft. Und esscheint sich darin ein Charakter und eine Gesinnung auszu-sprechen.

Und die Luft ist Lebenselement. Dies heifst das Doppelte:Einmal, dafs sie lebendig ist; dafs sie, wiederum aus eigener