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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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189
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Siebentes Kapitel: Vom letzten Grunde der Einfühlung in Naturformen. 189

also für mich nicht meine an dem Felsen geübte Tätigkeit. Sieist demnach insbesondere auch nicht Tätigkeit der Auffassungdesselben, d. h. sie wird nicht von mir als solche erlebt. Sieist einfach das fühlbar in und mit dem Felsen gegebene Tun,wodurch derselbe wird. Sie ist das an den Felsen gebundene,mit dem Charakter des Tuns ausgestattete, stetige Fortgehenvon Teil zu Teil; mit einem Wort, eine in dem Felsen liegende,lebendige, d. h. eben tätige, ein Streben verwirklichende Be-wegung.

Bei allem dem fühle ich doch das Streben und das Tunals eine Bestimmung meines, nur eben meines an den Felsengebundenen Ich. Ich fühle es also als objektiviertes Tun oderals Tun eines objektivierten Ich.

Allgemeine und besondere Einfühlung.

Damit ist, wie gesagt, eine allgemeinste Beseelung desFelsen oder eine allgemeinste Einfühlung in denselben gegeben.

Wir sehen nun aber auch an diesem Beispiele, wie dieseallgemeine Einfühlung sofort, auf Grund besonderer Erfahrungen,sich näher bestimmt, oder wie dies eingefühlte Ich und sein Tuneinen bestimmteren Inhalt gewinnt. Der Fels nötigt mich nichtnur zu einem apperzeptiven Fortgehen von Teil zu Teil über-haupt, sondern er fordert von mir das Fortgehen in einer be-stimmten Richtung, nämlich in der Richtung von unten nachoben. Es scheint demgemäfs jetzt in dem Felsen dies hin-sichtlich seiner Richtung bestimmte Tun, oder dies eigentätigeEntstehen von unten nach oben zu liegen.-Oder besser gesagt:Dasselbe liegt für meine Betrachtung tatsächlich darin.

Diese Forderung, den Felsen von unten nach oben zu be-trachten, beruht aber auf dem oben Gesagten: Die unteren Teiledes Felsen sind die Bedingung für die oberen, oder für ihrVerharren an ihrer Stelle. Diese setzen jene voraus. Die frag-liche Forderung ist gegeben durch diese erfahrungsgemäfse. Kausalbeziehung. Diese also gibt meinem apperzeptivenTun und damit der Tätigkeit, durch welche der Fels entsteht,ihre Richtung.