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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Mensch und die Naturdinge.

Erscheinung eines Menschen wird, d. h. mit dem Inhalt sichausfüllt, den wir meinen, wenn wir von einemMenschen reden.

So gewifs wir das Äufsere des Menschen sehen, so gewifssehen wir nicht denMenschen, d. h. die empfindende, vor-stehende und denkende, die fühlende, wollende und handelndePersönlichkeit. Kein Zug an dieser Persönlichkeit ist für unssinnlich wahrnehmbar. Sondern wir bauen sie auf aus Zügender eigenen Persönlichkeit. DerAndere ist die vorgestellte undje nach der äufseren Erscheinung und den wahrnehmbarenLebensäufserungen modifizierte eigene Persönlichkeit, ein modi-fiziertes eigenes Ich. Der Mensch außer mir, von dem ich einBewußtsein habe, ist eine Verdoppelung und zugleich eineModifikation meiner selbst.

Ersten Stoff und Anlafs aber zum Aufbau der fremdenPersönlichkeit bieten uns die Lebensäufserungen, die hörbarenund die sichtbaren, die Laute und die Mienen oder Gebärden,kurz die Ausdrucksbewegungen. Da es sich hier um die Schön-heit der sichtbaren Form des menschlichen Äufseren handelt,so kommen für uns zunächst diese Ausdrucksbewegungen inBetracht.

Doch erwähne ich hier zunächst kurz die Laute, spezielldiejenigen, in welchen sich in ursprünglichster und unmittel-barster Weise ein Inneres kundgibt. Ich meine die Affektlaute.

Wir geben allerlei Affekte, Gemütsbewegungen, Arten derinneren Erregung, etwa Schreck, Freude, Erstaunen, unmittelbarin Lauten kund. Wir tun dies nicht, weil wir es so gelernthaben, sondern ursprünglich, vermöge eines angeborenen In-stinktes.

Und höre ich nun einen Laut, ähnlich demjenigen, inwelchem ich selbst meinen Affekt verlautbarte, so finde ichnicht damit verbunden, sondern unmittelbar in ihm, diesenAffekt wieder.

DiesFinden scheint zunächst ein blofses unmittelbaresMitvorstellen. In der Tat ist es mehr. Ich gewinne nicht nurdie Vorstellung, dafs dem Laut der Affekt zu Grunde liege,sondern ich erlebe diesen. Ich mache ihn innerlich mit, umso sicherer und voller, je mehr ich dem Laut innerlich ganz