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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
tum, der Kraft, der Mannigfaltigkeit und feinen Abgestuftheitmeiner Erfahrungen und meines Innenlebens. Und ich mufsihn finden lernen. D. h. ich mufs lernen, dem objektiv Ge-gebenen mich hinzugeben und zu hören, was es mir sagt.Dafs ich ihn aber unter dieser Voraussetzung wirklich finde,liegt begründet in allgemeinen psychologischen Gesetzmäfsig-keiten.
Ästhetische Werte entstehen, kurz gesagt, — nicht an sich,aber für mich, d. h. es entsteht meine Wertung der Werte, in-dem solches mir objektiv geboten wird, das allgemeiner psycho-logischer Gesetzmäfsigkeit zufolge im Inhalte meines Geisteseinen bestimmten „Widerhall“ finden kann. Dazu ist aberzweierlei erforderlich: Das Objektive einerseits, und das Sub-jektive, der Inhalt meines Geistes, und die Erziehung zu jener„Hingabe“ andererseits.
Und die Geschichte der Wertungen, oder die Geschichte desGeschmackes in der Menschheit, ist die Geschichte des sukzes-siven Eintretens von Objekten in den Gesichtskreis der Menschen,des Auftauchens von Formen und Ausdrucksmitteln, wodurchnach psychologischen Gesetzen ein „Widerhall“ im Inhalt desGeistes der Menschen geweckt werden kann; und sie ist dieGeschichte des menschlichen Geistes, seiner Inhalte und seiner„ästhetischen Erziehung“, d. h. seiner Erziehung zu jener „Hin-gabe“, geschehe dieselbe nun durch Menschen oder durchUmstände. Sie ist dagegen nicht die Geschichte jener psycho-logischen Gesetze, also auch nicht die Geschichte ästhetischerPrinzipien, da diese nichts sind als diese psychologischenGesetze. Diese, also auch die ästhetischen Prinzipien, habenkeine Geschichte. Sie können für uns keine haben. Wesen,deren psychische Gesetzmäfsigkeit eine andere wäre als dieunsrige, sind für uns unvorstellbar.
Man redet jetzt überall von Entwickelung. Und man hatvielleicht ein eigenes Gefühl des Stolzes, wenn man das Wort„biologische Entwickelung“ in den Mund nimmt. So hat manauch von einer biologischen Entwickelung des Geschmacksgesprochen. Und man schien dabei mitunter an die Entstehungvöllig neuer Prinzipien des Geschmacks zu denken. Dies ist