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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
druck für die Tatsache, dafs das oft und immer wieder ErlebteBestandteil wird im Ganzen unseres psychischen Erlebens, dafses in den Zusammenhang dieses Ganzen, vor allem in denZusammenhang mit seinen gleichartig wiederkehrenden Inhalten,inniger und inniger verwoben wird, und demgemäfs nach einemallgemeinen psychologischen Gesetz — das wir oben kennenlernten — in diesem Ganzen „sich verliert“, d. h. seine Ein-drucksfähigkeit mehr und mehr einbüfst. Wir können diesenProzeîs auch als einen Assimilationsprozefs bezeichnen. DasAssimilierte verliert seine erregende Kraft.
Das Prinzip der Gewohnheit in diesem letzteren Sinn nunist kein ästhetisches Prinzip. D. h. es hat nichts zu tun mitder Frage nach den ästhetischen Werten. Die „Gewohntheit“ästhetischer Werte von bestimmter Art, oder unsere „Ge-wöhnung“ an dieselben, mindert unsere Fähigkeit, die Wertezu geniefsen, oder kann sie mindern. Sie tut dies um soleichter, je eindrucksloser die Werte an sich sind, und jeweniger wir von Haus aus fähig waren, sie in ihrem ganzenUmfang zu erfassen, und in ihrer ganzen Tiefe auf uns wirkenzu lassen. Aber dies ist unsere Sache, und nicht Sache derWerte. Kein ästhetischer Wert hört auf, dieser bestimmteWert zu sein, dadurch, dafs ich nicht mehr fähig bin, ihn miranzueignen.
Gleichartiges gilt aber auch vom Prinzip der „Gewohnheit“im ersteren Sinne. Ästhetische Werte werden auch nicht dadurchgeschaffen, dafs ich lerne, sie zu geniefsen. Es bleibt freilichbei dem früher Gesagten, dafs das Wort „Wert“ keinen Sinnmehr hätte, wenn wir absähen von dem der Wertung, d. h. desLustgefühls oder des Genusses fähigen Individuum. Aber derWert eines Gegenstandes ist darum doch nicht das Werten derIndividuen, so dafs der Wert desselben Gegenstandes gleich-zeitig grofs und klein, oder zugleich dieser und jener wäre,wenn diese Individuen einer vollen, jene Individuen nur einerminder vollen Aneignung desselben fähig sind, oder wenn dieseIndividuen an dem Gegenstände nur Dies, jene nur Jenes zu.werten vermögen.
» Sondern der Wert des Gegenstandes ist — der Wert des