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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
Zwei Arten des Gröfsenkontrastes. Erste Art.
Damit stofsen wir auf ein altes und viel erörtertes Problem,das auch ästhetisch nicht geringe Bedeutung besitzt. Es istdas Problem der Wirkung, insbesondere der ästhetischen Wirkungdes Gröfsenkontrastes oder das Problem der quantitativen Kon-trastwirkung. Sagen wir es gleich: Diese quantitative Kontrast-wirkung ist nichts anderes als eine Unterordnungstatsache.
Damit ist zugleich gesagt, dafs es zwei grundsätzlich ver-schiedene Arten der quantitativen Kontrastwirkung geben mufs.Sie sind nichts anderes als die beiden oben bezeichneten Artender Unterordnung.
Vergegenwärtigen wir uns, zum Zweck voller Klarheit, nocheinmal den Sinn und die Bedingungen der „Unterordnung“,speziell der „monarchischen Unterordnung“. Sie ist, so sagteich, das apperzeptive Hineingenommen- und relative Aufgesaugt-werden des Untergeordneten durch das Übergeordnete, das relativeHinüberfliefsen des Untergeordneten in den Akt der Auffassungdes Herrschenden, das relative Miterfafstsein desselben durchdiesen oder Mitbefafstsein in diesem. Und dabei bestehen, sosahen wir nachher, die beiden Möglichkeiten: Dies Hinüber-fliefsen kann das eine Mal in höherem Grade ein Hinüber-gezogenwerden durch die Energie und Übermacht des Herr-schenden sein, das andere Mal in höherem Grade ein freiesHinüberfliefsen vermöge des Umstandes, dafs die übrigenElemente des Ganzen an das herrschende Element in besondererWeise gebunden sind, dafs die Einheitsbeziehungen, welche dasGanze an das herrschende Element knüpfen, ihrer Natur zufolgedie Aufmerksamkeit oder die Auffassungstätigkeit in besonderemMafse nach diesem Elemente hinlenken. Auch in jenem ersterenFalle sind die Einheitsbeziehungen die Basis für das Hinüber-fliefsen. Aber die Energie und Übermacht des Herrschendentritt mit entscheidender Wirkung hinzu. Im zweiten Falle da-gegen wirkt in höherem Grade die Innigkeit der Einheits-beziehungen ohne solche Beihilfe.
Der Gegensatz nun dieser beiden Möglichkeiten wird eigen-artig bedeutsam bei der ästhetischen Wirkung des Gröfsen-