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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.

Hier nun sagt uns unmittelbar unser Gefühl, wie das Denk-mal mit dem Platze bis zu gewisser Grenze wächst. Das Denk-mal erfüllt den Raum, nicht sinnlich, aber für unsere Be-trachtung. Wir rechnen den Raum in das Denkmal als zuihm gehörig mit hinein.

Und ist nun der Raum zu klein, so erscheint das Denkmalgedrückt, eingeengt, also in seiner Bedeutung vermindert. Eskann eben nicht soviel Raum erfüllen, in sich hineinnehmen,in sich auf saugen, wie es müfste, um ganz das zu sein, wases sein könnte- Es herrscht jetzt vollkommener; sein Herrschenist ein müheloseres, darum absoluteres; aber es ist zugleich einbedeutungsloseres Herrschen. Jeder absolute Herrscher ist, jeabsoluter er herrscht, desto kleiner.

Bei diesem Beispiel leuchtet also unmittelbar die Be-deutung ein, welche das Gleichgewicht zwischen dem Über-geordneten und dem Untergeordneten für jenes besitzt. DieGröfse dieses ist zugleich die Gröfse jenes, soweit dabei dieÜberordnung bestehen bleibt. Die Gröfse des Untergeordnetengibt dem Ganzen Gröfse. Soweit aber die Unterordnungzweifellos ist, fafst sich das Ganze in dem Übergeordneten zu-sammen. Damit ist unweigerlich die Gröfse des Ganzen seineGröfse.

Nicht anders verhält es sich in anderen Fällen; etwa beider Unterordnung der eine Melodie begleitenden Stimmen unterdiese Melodie. Die begleitenden Stimmen geben der Melodieerhöhte Bedeutung oder Eindrucksfähigkeit. Sie tun dies ver-möge der Unterordnung. Aber sie erhöhen darum die Eindrucks-fähigkeit der Melodie nicht etwa in dem Mafse, als sie sichunterordnen, also von der Melodie aufgesaugt werden, sich inihr verlieren, sondern in dem Mafse, als sie zugleich selb-ständige Bewegung, also selbständige Bedeutung besitzen, fürsich musikalisch etwas zu sein beanspruchen können und be-anspruchen.

Despotische und freie monarchische Unterordnung.

Im obigen ist nun aber noch eine Unklarheit geblieben.Ich sagte, für den Eindruck oder die Bedeutsamkeit, die das