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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Viertes Kapitel: Prinzip der monarchischen Unterordnung.

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punkten finden sich in einfacher Weise vereinigt etwa in jedereinheitlichen begrenzten Fläche. Man denke sich eine solcheFläche, der Einfachheit halber, kreisförmig begrenzt.

Diese Fläche ordnet sich zunächst unter ihrem Rande.

Dieser ist, als Teil der einheitlichen Fläche, unmittelbar, durchqualitative und räumliche Einheitsbeziehungen, an die übrigenTeile der Fläche gebunden. Er bildet mit ihnen ein Ganzes.

Zugleich hat er im Ganzen eine besondere Stellung. Ergrenzt an die anders geartete Umgebung und hebt sich un-mittelbar von dieser ab. Er steht zu ihr im Gegensatz oderKontrast.

Dieser Gegensatz oder Kontrast nun macht, dafs derRand nicht so in der Umgebungsich verlieren kann, wiedie inneren Teile der Fläche in ihrer Umgebungsich ver-lieren können. Der Rand, so können wir dies auch aus-drücken, ist im Vergleich zu seiner Umgebung etwasNeues.

Und dies Neue zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Vielmehr,es hält sie fest. Die psychische Bewegung, die Aufmerksamkeit,die apperzeptive Tätigkeit, macht an dem Rande Halt. Siekann von da nicht so ungehemmt zur Umgebung fortgleiten,wie sie innerhalb der Fläche von Teil zu Teil fortgleitet. Esentsteht also am Rande einepsychische Stauung. 3 L?3

Und darin liegt nun zugleich die Tendenz der Unterordnung.

Indem der Rand die Aufmerksamkeit auf sich zieht, oder dieAuffassungstätigkeit zu sich heranzieht bezw. sie festhält, ziehter zugleich die inneren Teile der Fläche, da diese mit ihm un-mittelbar ein Ganzes bilden in einem mit der Entfernung ab-nehmenden Grade apperzeptiv in sich hinein, oder saugt sieauf. Das Ganze verdichtet sich, je mehr es dem Rande sichnähert, desto mehr apperzeptiv oder für meine Betrachtung im Rande, farst sich darin zusammen. Der Rand ist ingewisser Weise das Ganze. Das Ganze hat in ihm einenapperzeptiven Schwerpunkt.

Andererseits aber und man wird wohl sagen, in ersterLinie farst sich das Ganze zusammen in der Mitte. Dabeiist zunächst nicht vorausgesetzt, dafs die Mitte irgendwie aus-geziehnet sei. Aber sie ist eben die Mitte. D. h. sie steht

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