Viertes Kapitel: Prinzip der monarchischen Unterordnung.
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punkten finden sich in einfacher Weise vereinigt etwa in jedereinheitlichen begrenzten Fläche. Man denke sich eine solcheFläche, der Einfachheit halber, kreisförmig begrenzt.
Diese Fläche ordnet sich zunächst unter ihrem Rande.
Dieser ist, als Teil der einheitlichen Fläche, unmittelbar, durchqualitative und räumliche Einheitsbeziehungen, an die übrigenTeile der Fläche gebunden. Er bildet mit ihnen ein Ganzes.
Zugleich hat er im Ganzen eine besondere Stellung. Ergrenzt an die anders geartete Umgebung und hebt sich un-mittelbar von dieser ab. Er steht zu ihr im Gegensatz oderKontrast.
Dieser Gegensatz oder Kontrast nun macht, dafs derRand nicht so in der Umgebung „sich verlieren“ kann, wiedie inneren Teile der Fläche in ihrer Umgebung „sich ver-lieren“ können. Der Rand, so können wir dies auch aus-drücken, ist im Vergleich zu seiner Umgebung etwas „Neues“.
Und dies Neue zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Vielmehr,es hält sie fest. Die psychische Bewegung, die Aufmerksamkeit,die apperzeptive Tätigkeit, macht an dem Rande Halt. Siekann von da nicht so ungehemmt zur Umgebung fortgleiten,wie sie innerhalb der Fläche von Teil zu Teil fortgleitet. Esentsteht also am Rande eine „psychische Stauung“. 3 L?3
Und darin liegt nun zugleich die Tendenz der Unterordnung.
Indem der Rand die Aufmerksamkeit auf sich zieht, oder dieAuffassungstätigkeit zu sich heranzieht bezw. sie festhält, ziehter zugleich die inneren Teile der Fläche, da diese mit ihm un-mittelbar ein Ganzes bilden — in einem mit der Entfernung ab-nehmenden Grade — apperzeptiv in sich hinein, oder saugt sieauf. Das Ganze verdichtet sich, je mehr es dem Rande sichnähert, desto mehr — apperzeptiv oder für meine Betrachtung— im Rande, farst sich darin zusammen. Der Rand ist ingewisser Weise das Ganze. Das Ganze hat in ihm einen„apperzeptiven Schwerpunkt“.
Andererseits aber — und man wird wohl sagen, in ersterLinie — farst sich das Ganze zusammen in der Mitte. Dabeiist zunächst nicht vorausgesetzt, dafs die Mitte irgendwie aus-geziehnet sei. Aber sie ist eben — die Mitte. D. h. sie steht
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