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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Zweites Kapitel: Gesetz der Einheitlichkeit.

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die Objekte sind mir erfreulich, sondern Gegenstand der Freudeist einDafs, nämlich dies,dars mir ein Objekt aus meinenErfahrungen verständlich ist. Es ist die Freude an dieser, vonder Natur des Objektes unabhängigen Beziehung zwischenihm und meinen Erfahrungen.

Dagegen ist, wie gesagt, die ästhetische Lust jederzeit Lust amGegenstände. Sie ist genauer gesagt, Lust an dem so oder sobeschaffenen Gegenstände. Nenne ich etwas schön, so will ichdamit sagen, ihm hafte etwas an, oder in ihm sei etwas, dasLust in mir weckt. Ich freue mich an ihm, weil es eben diesesObjekt mit dieser Beschaffenheit und diesem Inhalte ist. Kurz,ästhetischer Wert ist Eigenwert, d. h. eigener Wert des sooder so beschaffenen Objektes.

Damit ist nicht ausgeschlossen, dafs Erkenntnis odererfahrungsgemäfses Verständnis für die ästhetische Lust ent-scheidende Bedeutung haben kann. Die Worte einer Dichtung,auch die Formen der Natur oder des menschlichen Körpers,üben ihre ästhetische Wirkung vermöge ihres Sinnes. DiesenSinn nun müssen wirverstehen. Verstehen wir ihn nicht,so ist er für uns eben nicht da. Wir können ihn aber nur ver-stehen aus der Erfahrung. Hier ruft also Erfahrung den Gegen-stand der ästhetischen Lust für uns erst ins Dasein. So kannauch sonst Erfahrung für die ästhetische Lust Bedingung sein.Sie ist es notwendig, wenn erst vermöge eines Aktes der Er-fahrung der eigentliche Gegenstand der ästhetischen Lust, seies überhaupt für mich ins Dasein tritt, sei es die volle Klarheitund sichere Auffafsbarkeit gewinnt, die erforderlich ist, wenner seinem ganzen Inhalte nach auf mich wirken, und zugleichmit voller Unmittelbarkeit und Eindringlichkeit auf michwirken soll.

Dies alles hebt doch nicht auf, dafs die ästhetische Lustetwas völlig anderes ist als die Lust an der erfahrungsgemäfsenErkenntnis. Niemals macht die empirische Verständlichkeit alssolche das Verständliche selbst wertvoll. Sie kann es also auchnicht ästhetisch wertvoll machen. Ich kann das Gemeine,Schlechte, Triviale, gänzlich Inhaltleere, empirisch ebensowohlverstehen, erkennen,wiedererkennen, als das Schöne und Er-