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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
nissen. Solche Beziehungen oder Verhältnisse machen die„Form“ des Mannigfaltigen, im weitesten Sinne dieses Wortes,aus. Darum nenne ich die an ihnen haftenden Gefühle „Form-gefühle“. Es hinderte aber nichts, diese Form gef ühle auch ein-fach als Mannigfaltigkeitsgefühle zu bezeichnen.
Dieser Gegensatz zwischen Elementargefühlen und Form-gefühlen hat nun für uns Bedeutung vor allem aus einemGrunde: Bei. den Formgefühlen sind wir, wie sogleich sichausweisen wird, in der Lage, das Moment oder den „Zug“ inder „Natur der Seele“, der der Apperzeption des Lustvollen„entgegenkommt“ und damit das Lustgefühl begründet, mitvoller Sicherheit genauer zu bezeichnen. Der fragliche „Zug“in der Natur der Seele stellt sich nämlich hier dar als einejedermann bekannte, in der „Natur“ der Seele liegende all-gemeine Gesetzmäfsigkeit ihres Verhaltens.
Dagegen läTst sich bei den Elementargefühlen dieser Zugin der Natur der Seele nicht so unmittelbar aufzeigen. Es be-steht freilich Grund genug zur Annahme, dafs der Grund derLust bei ihnen in derselben allgemeinen Gesetzmäfsigkeit desVerhaltens der Seele bestehe, wie bei den Formgefühlen. Da-rauf werden wir später ausdrücklich hinzuweisen haben. Zu-nächst aber müssen wir uns bei den Elementargefühlen mitder allgemeinen Wendung, dafs die „Natur der Seele“, oderdafs die Seele „ihrer Natur gemäfs“ der Apperzeption des Lust-vollen entgegenkomme, begnügen.
Dafs es nun bei den Elementargefühlen tatsächlich sosich verhält, unterliegt keinem Zweifel. Ja es scheint diesschon dem gewöhnlichen Denken als die selbstverständlichsteSache von der Welt. Wir wissen, dafs wir den angenehmenEmpfindungen besonders leicht innerlich uns zuwenden, sie er-fassen und festhalten. Wir verspüren unmittelbar den „Zug“zu ihnen oder die Tendenz des „Entgegenkommens“.
Diese Tatsache darf aber nicht falsch interpretiert werden.Dies tut man, wenn man sagt, das Lustgefühl bedinge dieinnere Zuwendung; die Lust, dies Gefühlserlebnis, sei die Ursachedafür, dafs ich der Empfindung meine Aufmerksamkeit zuwende.In solchen Wendungen läge, wenn sie in vollem Ernste gemeint