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Z§6 2. Bu Von der Pers. des Kais. u. den Reichest.
Sachsen hatte und unter den evangelischen Kurfürsten dererste war. Während des dreißigjährigen Kriegs führte derschwedische Kanzler Orenstiern, wie bereits bemerkt -st, das-selbe. Auf dem im I. i6;z. gehaltenen Reichstag batenaber sämmtliche evangelische Neichsstände, als sie die unor-deutliche Behandlung der Geichäste bemerkten, den Kurfür-sten von'Sachsen, das Direktorium zu übernehmen, wahr-scheinlich weil dieser damals, da Pfalz seine chmalige fünf-te Kur vsrlohren hatte, und sich mit der achten Stelle be-gnügen mußte, unter den evangelischen Neichsständen dererste war. Sachsen weigerte sich zwar anfangs etwas, nahmE jedoch bald das Anerbieten an, und verwaltet noch gegen-wärtig die Direckion, ohncrachtet das Kuchaus nun schonseit geraumer Zeit katholisch ist. Anfangs schien cs zwar,als die Religionsänderung des Kurprinzen von Sachsen imI. 1717. bekannt wurde, daß Sachsen das Direktoriumverlieren würde, welches alsdenn wahrscheinlich Kur-Bran-denburg zu Theil geworden sehn würde, allein die Furcht,daß vielleicht Sachsen sich sonst gänzlich von dem evangeli-schen ReligionStheil trennen möchte, verursachte, so wie dieHssnuug, daß das Kurhaus Sachsen noch einmal wiederevangelisch werden könnte, daß diesem Hause die Direktionferner blieb. Nur wurde festgesetzt, baß alles durch evan-gelische Gesandte und durch ein evangelisches Ministeriumbehandelt werden sollte. Und so hat also das Corpus derEvangelischen selbst einen katholischen Direktor.
Unter den Katholischen führt übrigens der Kurfürst vonMainz, als der erste unter ihnen, bas Directoriuntt -