Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
Seite
233
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r. C. Von der Person des Kaisers. szz

Nach dem jetzigen Völkerrechte sehen auch die Könige denKaiser als ihres Gleichen an, und behandeln ihn als Br ri-tz e r. Der Titel, den sie daher dem Kaiser geben ist dlos:Durchlauchtigster, großmächtigster Kaiser, oderFürst; Ew. Majestät, oder Ew. Kais. Majestät, (zuwei-len mit dem Bevsah und Lieb den,) sind Unsere beson-ders freundwillige Dienste und was wir sonst liebes und gu-tes vermögen, zuvor. Besonders freundlich geliebter Herr'Oheim (oder auch Herr Vetter, Nachbar) und Bruder.

Die Unterschrift aber lautet: Eurer-freundwilli'ger

Oheim :c. und Bruder. Die ehmaligen Könige von Frank-reich schrieben Französisch folgendermaßen: Trus kaut, trss«xoellsut et tres xuisiant strwce, nütrs tres oder er tres3ÜNL hon fröre et couüo Votrs dorr frers et eonlin,oder auch in Handschriften, blos Nvuüeur, rnon 6ouim.Der Pabst endlich schreibt blys in lateinischer Sprache anden Kaiser, und in dieser nennt er ihn: OariÜune inOtiristo sr!i noster, Ina U^Lias.

§. 5S-

So wie es in einem jeden Reiche gewisse Zn signieroder Kleinode giebt, welche bey der Krönung und auchwohl bey andern feyerlichen Gelegenheiten gebraucht wer-den, so giebt es auch in Teutschland deren in ziemlicherAnzahl. Sie werden theilö zu Nürnberg von dem Ma-gistrat in der dasigen Hauptkirche, thcils zu Aachen vor;dem dasigen Stift zu unsrer lieben Frauen aufbewahrt.

Zu Nürnberg befinden fich

:) Die Neichskrone*) von welcher man behauptet,daß sie von Kaiser Karl dem Großen herkomme. Wenn

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") Ich folge hier hauptsächlich der Beschreibung der Reichs-nsignien, welche sich in Len Merkwürdigkeiten bey. der