r. C. Von der Person des Kaisers. szz
Nach dem jetzigen Völkerrechte sehen auch die Könige denKaiser als ihres Gleichen an, und behandeln ihn als Br ri-tz e r. Der Titel, den sie daher dem Kaiser geben ist dlos:Durchlauchtigster, großmächtigster Kaiser, oderFürst; Ew. Majestät, oder Ew. Kais. Majestät, (zuwei-len mit dem Bevsah und Lieb den,) sind Unsere beson-ders freundwillige Dienste und was wir sonst liebes und gu-tes vermögen, zuvor. Besonders freundlich geliebter Herr'Oheim (oder auch Herr Vetter, Nachbar) und Bruder.
Die Unterschrift aber lautet: Eurer-freundwilli'ger
Oheim :c. und Bruder. Die ehmaligen Könige von Frank-reich schrieben Französisch folgendermaßen: Trus kaut, trss«xoellsut et tres xuisiant strwce, nütrs tres oder er tres3ÜNL hon fröre et couüo — Votrs dorr frers et eonlin,oder auch in Handschriften, blos Nvuüeur, rnon 6ouim.Der Pabst endlich schreibt blys in lateinischer Sprache anden Kaiser, und in dieser nennt er ihn: OariÜune inOtiristo sr!i noster, — Ina U^Lias.
§. 5S-
So wie es in einem jeden Reiche gewisse Zn signieroder Kleinode giebt, welche bey der Krönung und auchwohl bey andern feyerlichen Gelegenheiten gebraucht wer-den, so giebt es auch in Teutschland deren in ziemlicherAnzahl. Sie werden theilö zu Nürnberg von dem Ma-gistrat in der dasigen Hauptkirche, thcils zu Aachen vor;dem dasigen Stift zu unsrer lieben Frauen aufbewahrt.
Zu Nürnberg befinden fich
:) Die Neichskrone*) von welcher man behauptet,daß sie von Kaiser Karl dem Großen herkomme. Wenn
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") Ich folge hier hauptsächlich der Beschreibung der Reichs-nsignien, welche sich in Len Merkwürdigkeiten bey. der