r. C. Gränzen des teutsch. Reichs. 4^
keiner allgemeinen Verbindung standen, ^und nichts weniger,als einen Staat ausmachten, aber doch in ihrer Ein,richtung, Sprache und Sitten viel übereinstimmendes hatten,bcwshnt.j Die Römer begriffen diese Völker insgesammtunter dem Namen 6er«a«r und das Land, welches sie be-wohnten unter der Benennung 6-r-e-Ers j vielleicht von6e^,EU, leiblich, um dadurch die bewundernswürdigeAehn-lichkeit ihrer Körper und Gesichtsbildungen zu bezeichnen'vielleicht war aber auch nichts anders, als das
alte teukschs Heermann, oder Kriegs mann, denn dieRömer wurden bald mit diesen Völkern in langwierigeKriege verwickelt, und lernten sie bald als tapfere Heer-manuer kennen. Teutsche waren es, die das mächtige stolzeRömische Reich auf das heftigste erschütterten und endlichumstürzten.
Diese Kriege, zu denen sich auch innere Fehden gesell-ten, und wozu in der Folge noch die aus der Geschichtebekannte, sogenannte große Völkerwanderungen kamen, ver,ursachten, daß mehrere kleine Völkerschaften in genauereVerbindung traten, daß ihre bisherige Namen nicht mehrgehört wurden, und daß im fünften Jahrhundert, jedochblvs den Namen nach, ganz neue Völkerschaften in Teutsch-land entstanden. Dies waren die Franken, Aleman-nier oder Schwaben, die Thüringer, Bayern,Sachsen und Friesen. Indessen bewohnten sie das heu-tige Teutschland nicht ganz, sondern es hatten sich in denöstlichen Gegenden unsers Vaterlandes Wenden niederge-lassen, weiche anfangs mit den Deutschen in keiner Verbin-dung standen, nach und nach aber" von ihnen besiegt undmit ihnen vereinigt wurden.