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PROOEMIUM.
cabulis vocum intentionem et remissionem i. e. tempus longumet breve requirant, circa quse musica specialiter versatur. Di-citur autem musica a Musis, quge secundum fabulas asserunturfuisse filiae Jovis et Memoriae. Nisi enim ab homine memoriateneantur soni, pereunt, quia scribi non possunt. Vel diciturmusica a mois, quod est aqua, et icos scientia, quasi scientiaaquae. Ars enim musica dicitur juxta fluentium aquarum variossonos fuisse adinventa. Vel quia dulcius et sonorius instrumentamusicalia juxta aquas, ubi impetuositas non impedierit sonare,cernuntur. Nec mirum; sunt enim vicina 1 elementa: aer et aqua,quae maxime concurrunt in homine vociferante. Effectus autemmusicae est, ut faciat nobis Deum placitum, quem, juxta dictumprophetae, laudare debemus per dulces musicae cantus et instru-
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Spannung und abspannung der stimme, d. h. zeitlänge und zeitkürzebrauchen, was die musik insonderheit lehret. Musik aber heißt sie vonden Musen, die nach den alten fabeln töchter des Jupiter und derMneme (gedächtnis) gewesen sein -sollen. Denn wenn der menseh sienicht im gedächtniße faßt, verschwinden die töne, da man sie nichtschreiben kann. Oder heißt musik so von mois 2 d. h. waßer undikos, so im griechischen wißen bedeutet, also gleichsam wißen vomwaßer. Soll doch, sagt man, die musik der Verschiedenheit der tönedes fließenden waßers ihre erfiudung verdanken. Kann auch sein,weil man musikalische instrumente an den wassern, soweit nicht star-kes gcräuscli ihr getöne übertüubt, lieblicher und mit stärkerem klängewahrnehmen kann. Kein wunder! es sind ja verwandte elemente, luftund waßer, wie sie am meisten bei einander sich zeigen im menschen,der schreit 3 . Die Wirkung der musik aber ist, daß sie uns Gott gnädigmacht, den wir nach des profeten wort loben sollen mit süßem gesang
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1 Zu lesen, statt vicinia. 2 Natürlich grundfalsch. Es gibt keingriechisches wort der art; allein die schlußendung des bekannten trojani-schen flußes Simois könnte hergezogen werden. Icos, das griechische ixo;aber ist'kein hanptwort, sondern adjectivendung, und musikos ist, wer mitden Musen sich abgibt. Vielleicht, daß die Scholastik den namen Mose, derMoyses geschrieben wurde und „ans dem waßer gezogen” bedeutet, hieherzog. 3 Da werden die thränen das waßer vorstellen sollen! Der sinnkönnte auch sein, bei einem menschen im Wortwechsel (vociferanti) sprudelndie töne und Worte wie waßer heraus!