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2 (1895) 1847 - 1879
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1878

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unbedingt abznlehnen, z. B. beim Reichs-Eisenbahn-Aint, das ja eine Art Instanzüber den Staatseisenbahn-Verwaltungen bilde. Hier müsse von Fall zu Fallgeprüft werden. Für parlamentarische Regierung, da die Notwendigkeit der Dingedarauf hindränge.

Donnerstag Vorstandssitzung bei Lasker zur Beratung der Taktik für dieauf Freitag anberaumte Stenerberatung. Bei dieser Gelegenheit betonte ichmeinen politischen Standpunkt noch schärfer: so weit wie Lasker würde ich nichtgehen, das ganze indirekte Steuerwesen au das Reich zu ziehen und den Einzel-staateu das was das Reich nicht brauche herauszuzahlen. Das Reich soll finan-ziell selbständig sein; aber auch die Einzelstaaten, ich sei nicht dafür, daß diesevom Reich alimentiert würden. Ich sei auch für Stärkung der Reichsgewalt,soweit es zu deren richtigen Organisation erforderlich. Allein ich erkenne auchdie relative Berechtigung der Einzelstaaten an, in Übereinstimmung mit dem großenTeil der nationalen Partei in Württemberg. Ich sei mir bewußt, in dieserRichtung weiterzugehen als meine hiesigen Freunde; diese Verschiedenheit habesich ja auch praktisch schon gezeigt; ich sei aber der Ansicht, daß wir, da ich inden praktischen Hauptfragen mit ihnen einig sei, wohl zusammen gehen können,und es werde mich freuen, wenn meine Freunde diese letztere Ansicht teilten.

In letzterem Punkt wurde nicht widersprochen. Lasker erwiderte nur, dieEinzelstaaten müßten ja froh sein, wenn sie vom Reich Geld bekämen, Berufungauf Stimmungen in der Bevölkerung könnten für ihn nicht maßgebend sein.Bennigsen betonte in seinem Vortrag, es handle sich nicht darum, die Reichs-aussicht mit preußischen Ministerien zu verbinden.

Kiefer erklärte: sein Großherzog sei nicht so unbedingt sicher für äußerstenationale Tendenzen, warnt wegen des Einflusses einer Tabaksteuer auf dasbadische Volk. Sie in der badischen Kammer hielten hauptsächlich Regierung undVolk in der richtigen Bahn; sie seien national im preußischen Sinn; aber mansoll den Bogen nicht zu hoch spannen. Mir gebe er indessen recht, daß wir inWürttemberg nicht anders handeln könnten nach unfern Verhältnissen.

Freitag und Samstag Steuerdebatte im Reichstag: Camphausen und Bis-marcks. Letzterer erklärt das Tabakmonopol als sein Ziel; elfterer spricht amFreitag so gut wie dagegen, zieht am Samstag eine Denkschrift heraus, wonach

>) Am 22. Februar ließ die nationalliberale Partei durch den Freiherrn von Stauffenbergdie Finanzpolitik des Kanzlers einer Kritik unterziehen, auf welche Camphausen gewunden undzweideutig antwortete, indem er gleichzeitig die phantastischen Erwartungen von dem Ertrageeines Tabakmonopols ins Lächerliche zu ziehen suchte. Unmittelbar darauf erhob sich FürstBismarck, um die Vorzüge deS Monopols aus voller Überzeugung zu preisen und die Aus-führung desselben als seinletztes Ideal" anzukündigen. Es spielte sich am folgenden Tagejene bekannte Rührscene ab, in welcher Camphausen aus den Akten nachwies, wie er bereitsvor Jahresfrist dem Reichskanzler die Einführung des Monopols als das Ziel und den vor-liegenden Gewichtsstenerentwnrf als das Mittel zu diesem Zwecke bezeichnet habe, und FürstBismarck erklärte, daß ihrer beider Wege vielleicht noch länger zusammenführen könnten, alser vor Jahren vorauszusehen vermocht habe.